Davos am abgrund? verletzungspech droht final-traum zu zerstören

HC Davos bangt um seine Chance auf den Titel. Eine Serie von Verletzungen, insbesondere auf der entscheidenden Center-Position, gefährdet den Final-Traum der Bündner ernsthaft. Enzo Corvi fehlt seit Mitte Januar, und sein Ausfall wiegt schwer – ein Schlag für Trainer Josh Holden, der nun vor einer schwierigen Aufgabe steht.

Die center-misere: ein hexenkessel für holden

Die center-misere: ein hexenkessel für holden

„Wir brauchen die Center“, sagte Holden unlängst, und diese Worte klingen wie ein Hilferuf. Neben dem weiterhin fehlenden Corvi, der an einer Kopf- und Nackenverletzung laboriert, stehen auch Valentin Nussbaumer (Innenbandriss im Knie – Saisonende) und Rico Gredig (seit Anfang März außer Gefecht) nicht zur Verfügung. Das bedeutet, dass Holden im Kampf um den Finaleinzug nur auf eine stark dezimierte Auswahl an Spielern zurückgreifen kann: Simon Ryfors, Rasmus Asplund, Chris Egli und der junge Beni Waidacher.

Ein Lichtblick in der dunklen Stunde ist Brendan Lemieux. Der Kanadier bewies im Viertelfinal gegen Zug sein Können und steuerte fünf Punkte bei (ein Tor, vier Assists). Doch aufgrund der Engpässe im Center-Bereich mussten Asplund und Ryfors in den bisherigen Halbfinalpartien gegen die ZSC Lions vorgezogen werden. Es stellt sich die Frage, ob Holden Lemieux nun eine Chance geben wird, oder ob er stattdessen Filip Zadina auf die Tribüne beordert, um dem Tschechen eine Pause zu gönnen.

Die Situation ist angespannt. Die Niederlage im zweiten Halbfinalspiel gegen die ZSC Lions hat den Druck erhöht. Holden muss kluge Entscheidungen treffen, um das Ruder herumzureißen. Die Abwehr um Klas Dahlbeck und die Flügelspieler Stransky und Tambellini liefern zwar gute Arbeit, doch ohne eine funktionierende Center-Formation wird es für Davos schwer, den Final zu erreichen. Die verletzungsbedingten Ausfälle haben die Situation massiv verschärft, und das Team muss nun seine gesamte Entschlossenheit und Cleverness aufbieten, um das Finale zu erreichen.

Die Frage, ob die verbleibenden Spieler in der Lage sein werden, die entstandene Lücke zu füllen und die angestammte Leistung zu erbringen, bleibt offen. Die nächsten Spiele werden entscheidend sein für das Weiterkommen von HC Davos.