Davos am abgrund? final-drama in freiburg droht!

Die Spannung ist kaum auszuhalten: Schon am Dienstag könnte der HC Davos in Freiburg den Meistertitel feiern – oder Freiburg Gottéron die Chance zur Revanche nutzen. Doch die Personalsituation und vor allem die Form der Importspieler lassen vor dem entscheidenden Spiel 6 tiefe Zweifel aufkommen. Es geht um mehr als nur einen Titel; es geht um Stolz und die Frage, wer die nervenstärkere Mannschaft ist.

Die tambellini-show und die sorgen um sörensen

Adam Tambellini bewies im vergangenen Spiel, dass er in der entscheidenden Phase zum Helden werden kann. Sein Overtime-Treffer gab Davos nicht nur den Sieg, sondern auch enormen Selbstvertrauen. Die Frage ist nun, ob er diese Form wiederholen kann und ob er den Druck des Finales stemmen wird. Auf Freiburgs Seite hingegen lastet die Sorge um Marcus Sörensen, der kurz vor Ende des dritten Drittels angeschlagen aussiedelte. Die Bilder ließen wenig Raum für Hoffnung auf einen Einsatz am Dienstag – ein schwerwiegender Verlust für die Offensivpower der Drachen.

Die Leistenverletzung, ein alter Bekannter des Schweden, könnte die Weichen für Davoser Jubel stellen. Sörensen fehlte bereits in der Regular Season und verpasste auch einzelne Playoffs. Sein Comeback war jedoch beeindruckend: Drei Treffer und zwei Assists in acht Spielen zeigten seine entscheidende Rolle. Nun droht sein Ausfall, und die Verantwortung wird noch stärker auf die Schultern von Lucas Wallmark fallen.

Wallmark unter druck, borgström im schatten

Wallmark unter druck, borgström im schatten

Lucas Wallmark ist zweifellos der produktivste Importspieler Freiburgs in dieser Finalserie, mit drei Toren und zwei Assists. Doch auch er steht nun unter enormem Druck. Jacob de La Rose, der in der Regular Season noch glänzte, blieb im gesamten Finale ohne Scorerpunkt. Henrik Borgström, der Topscorer der Saanestädter, kann ebenfalls nicht überzeugen. Nur ein Tor und ein Assist in bisherigen Finalspielen.

Die Situation wird noch dadurch verschärft, dass auch Kyle Rau, ein weiterer wichtiger Importspieler, wohl ausfällt. Sein Ausfall würde Freiburg zwingen, auf Spieler wie Daniel Ljunggren oder Ty Rattie zurückzugreifen – eine alles andere als ideale Lösung, da beide seit über einem Monat nicht mehr in einem Pflichtspiel standen. Die Offensive der Drachen steht somit vor einer enormen Herausforderung.

Davos mit mehr tiefe und selbstvertrauen

Davos mit mehr tiefe und selbstvertrauen

Davos hat zwar auch mit Personalausfällen zu kämpfen, doch im Vergleich zu Freiburg weist die Mannschaft deutlich mehr Stabilität auf, insbesondere in der Importabteilung. Die Rückkehr von Filip Zadina sorgte für spürbares Aufatmen im HCD-Lager. Der Tscheche hat bereits seinen Stempel auf das Finale gedrückt und gehört zu den Leistungsträgern der Bündner. Auch Matej Stransky scheint wieder in Form zu kommen, nachdem er eine Phase ohne Skorerpunkte überwinden konnte.

Und dann ist da noch der „Pittbull“ Brendan Lemieux. Auch wenn er in den letzten Partien kaum zum Einsatz kam, bleibt seine aggressive Spielweise ein potenzieller Gamechanger, der Freiburg zusätzlich unter Druck setzen kann. Ob Trainer Josh Holden ihn am Dienstag von der Tribüne lässt oder ihn ins Line-up stellt, wird die Entscheidung sein, die das Spiel maßgeblich beeinflussen könnte.

Der HC Davos reist nach Freiburg mit Selbstvertrauen und einer intakten Mannschaft an. Freiburg hingegen muss auf Schlüsselspieler verzichten und kämpft mit einer angeschlagenen Moral. Am Dienstag wird sich zeigen, ob die Drachen die Wende schaffen können oder ob Davos den langersehnten Meistertitel feiert. Das Finale steht am Scheideweg – und die Entscheidung wird nervenaufreibend sein.