Davidová: rückschlag im biathlon – operation und lange rehabilitation

Schock für die Biathlon-Fans: Markéta Davidová, die Weltmeisterin von Pokljuka 2021, muss erneut unter dem Skalpell liegen. Die tschechische Ausnahmesporlerin steht vor einer langen und ungewissen Rehabilitation, nachdem eine konservative Behandlung ihres Rückenleidens gescheitert ist.

Ein kampf gegen den körper

Für Markéta Davidová ist es kein Neuanfang, sondern eine bittere Fortsetzung eines Kampfes. Bereits in der Saison 2024/25 erlitt die 29-Jährige einen Rückschlag durch eine Rückenverletzung, die sie zwang, eine Pause einzulegen. Die zunächst geplante Physiotherapie und spezielle Übungen brachten keine nachhaltige Besserung, sodass im März die Notwendigkeit einer Operation feststand. Nun folgte der erneute Eingriff, bei dem die Bandscheibenscheibe ersetzt und die Wirbelsäule stabilisiert wurde. „Ich hatte keine andere Wahl“, hatte Davidová damals erklärt, „es war eine schwierige Zeit für mich.“

Die Operation selbst verlief, laut Angaben des tschechischen Biathlonverbands, erfolgreich. Allerdings stehen nun sechs Wochen der Ruhigstellung bevor, bis die Wirbel mit Schrauben richtig verheilt sind. Erst dann kann mit der eigentlichen Rehabilitation begonnen werden. Ein realistischer Zeitrahmen für eine Rückkehr auf die internationalen Rennstrecken steht noch in den Sternen.

Mehr als nur sport

Mehr als nur sport

Davidová hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie auch aus schwierigen Situationen zurückkehren kann. Vier Einzelsiege im Weltcup, darunter der Triumph bei der WM 2021, zeugen von ihrem außergewöhnlichen Talent. Aber der Weg zurück war und ist geprägt von Schmerz und Entbehrung. „In dieser Zeit konnte ich mir nicht einmal Biathlon-Wettkämpfe im Fernsehen ansehen“, gestand sie. Die Unterstützung ihrer Familie, Freunde und ihres Pferdes half ihr jedoch, nicht aufzugeben.

Die aktuelle Ranglistenposition von Platz 42 spiegelt nicht ihren wahren Stellenwert im Biathlon wider. Davidová ist eine Kämpferin, die sich immer wieder neu beweist. Ob sie trotz dieser erneuten Rückschläge in der Lage sein wird, zu alter Stärke zurückzufinden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass ihr Kampfgeist und ihre Entschlossenheit sie auch in dieser schweren Zeit begleiten werden.

Die zukunft ungewiss

Die Pause zwingt Davidová dazu, ihre Pläne für die kommende Saison neu zu überdenken. Ein Wettkampf in den nächsten Monaten ist ausgeschlossen. Der Fokus liegt nun auf der vollständigen Heilung und der anschließenden Rehabilitation. Die Biathlon-Gemeinschaft hält die Daumen für die tschechische Sportlerin und hofft auf ihre baldige Rückkehr in die Weltspitze. Denn ohne Athleten wie Davidová fehlt es dem Biathlon an Herz und Leidenschaft.