Darts-debakel in leicester: keine deutschen hoffnungen!

Ein Schock für deutsche Darts-Fans: Bei den Players Championship 17 in Leicester ist es den deutschen Profis in allen Disziplinen miserabel ergangen. Keiner der Tourcard Holder schaffte es über die zweite Runde hinaus – ein Auftritt, der die Frage aufwirft, wo die Stärken des deutschen Darts liegen.

Frühe k.o.-runden für top-spieler

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Schon in der ersten Runde mussten Arno Merk, Martin Schindler, Ricardo Pietreczko, Maximilian Czerwinski und Dominik Grüllich die Segel streichen. Merk unterlag Chris Landman knapp mit 2:6, während Schindler gegen Tom Bissell mit 3:6 das Nachsehen hatte. Pietreczko verlor gegen Dirk van Duijvenbode mit demselben Ergebnis, Czerwinski gegen Maik Kuivenhoven ebenfalls mit 3:6 und Grüllich gegen Jimmy van Schie im Entscheidungssatz mit 5:6. Das deutsche Duell zwischen Kai Gotthardt und Leon Weber endete ebenfalls mit einer Niederlage für Gotthardt, der Weber im Decider mit 5:6 unterlag.

Auch in der zweiten Runde gab es keine Besserung. Niko Springer verlor gegen Derek Coulson mit 1:6, Yorick Hofkens gegen Luke Humphries mit demselben Ergebnis und Lukas Wenig gegen Ryan Meikle mit 1:6. Ein besonders bitteres Ende gab es für Gabriel Clemens, Marvin Kraft und Max Hopp, die sich jeweils mit 2:6 gegen Robert Owen, Kim Huybrechts und den WM-Finalisten Gian van Veen geschlagen geben mussten. Pascal Rupprecht verabschiedete sich mit einer 4:6 Niederlage gegen Ryan Searle.

Die erschreckende Erkenntnis: Das schwache Abschneiden kommt angesichts einiger starker Leistungen in der ersten Runde überraschend. Hopp, Clemens und Wenig kratzten in der Anfangsphase an einem Average von 100 Punkten. Springer und Schindler hatten in der vergangenen Woche mit dem Vorstoß ins Halbfinale für Furore gesorgt. Ein Aufschwung scheint also noch in weiter Ferne.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser Tiefpunkt eine Art Weckruf für die deutschen Darts-Profis darstellt. Die nächste Chance zur Rehabilitation bietet sich bald – aber die Leistung in Leicester muss schnellstens vergessen gemacht werden. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht, und das deutsche Darts benötigt dringend eine neue Erfolgsgeschichte.