Darmstadt kämpft, verpasst aber aufstieg: remis in elversberg!
Darmstadt 98 hat in Elversberg ein wildes Spiel hingelegt, das letztlich mit einem 3:3-Unentschieden endete. Zwar bewiesen die Lilien Moral und kämpferischen Geist, doch der Blick nach oben wird für die Darmstädter immer schwieriger. Der Rückstand auf die Aufstiegsränge ist nun zu groß.

Ein spiel voller höhepunkte und fehlentscheidungen
Die Partie begann furios: Nach einer Ecke per Hacke von Patrick Pfeifer und einem kapitalen Fehler der Elversberger Abwehr, der von Fraser Hornby eiskalt ausgenutzt wurde, führten die Lilien bereits nach wenigen Minuten mit 2:0. Doch Elversberg zeigte sich unbeeindruckt und schlug dank Treffern von Tom Zimmerschied, Maximilian Rohr und Lukas Petkov noch vor der Pause zurück. Ein Eigentor von Aleksandar Vukotić ließ das Spiel dann in eine dramatische Richtung kippen.
Ein Platzvermögen für Darmstadt verschärfte die Situation zusätzlich. David Mokwa sah nach einem Foul kurz vor der Strafraumlinie die rote Karte, und Petkov ließ sich die Chance auf den Ausgleich nicht entgehen. Hornbys zweiter Treffer in der 51. Minute brachte zwar Hoffnung, doch in der Endphase fehlte es den Lilien an Kraft und Konzentration, um den Siegtreffer nachzulegen.
Florian Kohfeldt muss nun die Köpfe frei kriegen und die Mannschaft auf die anstehenden Aufgaben einstellen. Die Chancen auf den direkten Aufstieg sind zwar verblown, doch die Qualifikation für die Relegation muss noch gerettet werden. Die Leistung heute war zwar in Ordnung, aber es reicht gegen einen Abstiegskandidaten einfach nicht.
Die Fans in der Merck-Stadion am Böllenfalltor waren enttäuscht, aber anerkennend. Sie haben gesehen, dass ihre Mannschaft alles gegeben hat. Doch am Ende zählt nur der Punkterückstand und die Tatsache, dass der Traum vom Aufstieg in die Bundesliga vorerst geplatzt ist. Die Saison endet mit einem bitteren Nachgeschmack.
Die Lilien haben zwar bewiesen, dass sie zu kämpfen wissen, aber die Konstanz fehlt, um in der zweiten Liga an die Spitze zu fahren. Es bleibt abzuwarten, ob Kohfeldt in der kommenden Saison die richtigen Schlüsse ziehen und die Mannschaft zu einem neuen Höhenflug führen kann. Denn so, wie es im Moment aussieht, ist Darmstadt 98 noch weit entfernt vom internationalen Geschäft.
