Dacia bigster hybrid-g 150 4x4: der c-suv, der italiens straßen erobert
Der neue Dacia Bigster Hybrid-G 150 4x4 rollt mit 154 PS und Allradantrieb auf die italienischen Straßen – und das für unter 30.000 Euro. Ein Preis, der Konkurrenten wie VW Tiguan oder Ford Kuga blass aussehen lässt. Doch hinter dem Schnäppchen steckt mehr als nur ein günstiges Angebot: Ein 1,2-Liter-Dreizylinder mit Bifuel-System und 48-Volt-Mildhybrid-Technik verspricht bis zu 1.500 Kilometer Reichweite. Die Frage ist nur: Hält das Versprechen?
Der motor: klein, aber mit bi-fuel-trick
Der Turbo-Dreizylinder leistet 140 PS auf Benzin und 150 PS im Kombibetrieb mit LPG. Dazu gesellt sich ein 31-PS-Elektromotor auf der Hinterachse, der beim Wegfahren kurz elektrisch unterstützt. Resultat: 10,1 Sekunden auf 100 km/h, 180 km/h Spitze. Klingt brauchbar, wirkt auf der Landstraße aber weniger druckvoll als die Zahlen vermuten lassen. Der Sechsgang-Doppelkupplungsautomat schaltet zwar flott, doch der Hubkolben schreit bei Lastwechseln lautstark nach mehr Dämmung.
Verbrauch? Offiziell 5,8 Liter Super und 7,1 Liter LPG auf 100 km. Im Kurztest um Mailand zeigte das Display 6,9 Liter Benzin und 8,4 Liter Gas – Werte, die sicher noch sinken, wenn man das 50-Liter-Duett an Tankvolumen komplett leer fährt. Dennoch: Wer sparen will, tankt LPG für rund 0,85 Euro pro Liter und spart gegenüber Super fast 40 Prozent.

Platzwunder mit leichtem lenkproblem
4,57 Meter Länge, 2,70 Meter Radstand – das klingt nach kompaktem Kompakt-SUV, bietet aber Kofferraumvolumen von 470 bis 1.712 Litern. Selbst Basketballer finden hinten genügend Knieraum. Doch der elektrische Lenkservoverzichtet auf Feedback. Wer Kurven liebt, wird die Präzision vermissen. Dafür federt die hintere Vielgelenkachse holprige italienische Pisten souverän ab, und die 210 Millimeter Bodenfreiheit erlaubt leichte Cross-Abstecher.
Die Innenausstattung bleibt Dacia-typisch schlicht: Hartplastik dominiert, dafür sitzt das 10,1-Zentimeter-Touchscreen-Infotainment fest in der Mittelkonsole und unterstützt Wireless Apple CarPlay. Wer mehr will, muss zur teueren Extreme-Version greifen – die bringt LED-Scheinwerfer, 18-Zoll-Felgen und ein Offroad-Look-Paket mit Plastikschürzen, das vor allem optisch überzeugt.
Preis-coup oder sparmodell mit makeln?
29.900 Euro für die Expression, 31.900 Euro für Journey und Extreme – das ist rund 8.000 Euro weniger als ein vergleichbarer Tiguan. Dacia liefert damit das günstigste Allrad-Bifuel-SUV Europas. Makel gibt’s trotzdem: Die Insassen hören den Dreizylinder auf Autobahnen deutlich, und der Verbrauch liegt über dem der Vollhybrid-Konkurrenz. Doch wer jährlich 20.000 Kilometer fährt und LPG tankt, spart trotzdem rund 1.200 Euro im Jahr – und das summiert sich.
Fazit: Der Bigster Hybrid-G 150 4x4 ist kein Sportler, aber ein ehrlicher Arbeiter für Familien, Handwerker und Abenteurer mit kleinem Budget. Wer mit leisem Motor und edlem Interieur liebäugelt, muss tiefer in die Tasche greifen. Alle anderen bekommen hier das meiste SUV fürs Geld – und das ist eine Ansage, die selbst Premium-Marken nicht ignorieren werden.
