Cupra formentor: diesel mit sport-kick – lohnt sich das?
Martorell, Spanien – Wer sagt, dass ein Diesel keine Freude machen kann? Die Cupra Formentor, bekannt für ihr aggressives Design und sportliche Ambitionen, bekommt hier einen Beweis vorgelegt. Wir haben die Version mit dem 2.0 TDI unter die Lupe genommen und herausgefunden, ob sich der Selbstzünder in einem sportlichen SUV tatsächlich rechnet.
Ein herz aus stahl – der 2.0 tdi im detail
Während die Formentor-Familie eine breite Palette an Motoren bietet – vom 1.5 TSI bis zum brachialen 390-PS-Fünfzylinder – bleibt der 2.0 TDI ein interessantes Puzzleteil. Er leistet 150 PS und liefert ein ordentliches Drehmoment von 360 Nm, das über einen breiten Drehzahlbereich verfügbar ist. Dank der zuschaltbaren Sieben-Gang-Doppelkupplungsautomatik beschleunigt der Formentor in 9,0 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Das klingt jetzt nicht nach Supersportwagen, aber die Kombination aus Leistung und Effizienz macht ihn durchaus interessant.
Was niemand auf dem Schirm hat: Der TDI ist kein reinrassiger Sportmotor, aber er bietet eine angenehme, lineare Kraftentfaltung. Im Alltag, besonders auf der Autobahn, zeigt er seine Stärken. Hier schluckt er Kilometer, ohne den Fahrer zu ermüden. Die Doppelkupplung schaltet blitzschnell und sorgt für eine flüssige Beschleunigung.

Dark night – eine optik, die blicke fängt
Unser Testwagen trug das Dark-Night-Paket, das der Formentor eine noch düsterere und aggressivere Optik verleiht. Schwarze Felgen, schwarze Zierleisten und ein Midnight-Black-Lacktum verleihen dem SUV eine gewisse Härte. Das Design ist ohnehin schon markant, mit scharfen Linien und einem auffälligen Kühlergrill. Aber in dieser Ausführung wird es noch ein Stückchen düsterer und kantiger – und das kommt gut an.
Das interieur: funktion vor form
Im Innenraum setzt die Cupra Formentor auf Funktionalität und eine klare Linienführung. Das 12,9-Zoll-Infodisplay dominiert das Cockpit und bietet eine Vielzahl an Informationen und Einstellungsmöglichkeiten. Die Bedienung ist intuitiv, auch wenn die Slider für die Klimatisierung und Lautstärkeregelung nicht jedermanns Geschmack sind. Die Sportsitze bieten guten Seitenhalt und sind auch auf längeren Strecken bequem. Besonders hervorzuheben: Der Platz im Fond ist für einen SUV dieser Größe überraschend gut.

Das fahrwerk: ein kompromiss zwischen sport und komfort
Die Cupra Formentor ist kein Geländewagen, sondern ein sportlicher SUV. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, aber nicht unangenehm. Dank des adaptiven Fahrwerks DCC (mit 15 verschiedenen Einstellungen) lässt sich die Balance zwischen Sportlichkeit und Komfort individuell anpassen. In den sportlichsten Einstellungen liegt der Formentor satt in den Kurven, ohne dabei zu nervös zu wirken. Auf unebenem Untergrund wird es allerdings etwas holpriger.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Lenkung ist präzise und direkt, was das Fahrgefühl zusätzlich verbessert. Sie vermittelt ein gutes Gefühl für die Straße und ermöglicht eine exakte Steuerung des Fahrzeugs.

Fazit: ein diesel für alle, die mehr wollen
Die Cupra Formentor mit 2.0 TDI ist ein interessantes Auto für alle, die einen sportlichen SUV suchen, der auch auf der Langstrecke überzeugt. Der Selbstzünder bietet eine gute Balance zwischen Leistung, Effizienz und Fahrspaß. Das Dark-Night-Paket verleiht dem Fahrzeug eine noch düstere und aggressive Optik. Der Preis? Ab 41.750 Euro – ein durchaus fairer Preis für das gebotene Gesamtpaket. Die Formentor beweist, dass ein Diesel auch im sportlichen Segment seine Daseinsberechtigung hat – und das mit Stil.
