Cuban enthüllt zweifel am doncic-draft: „wir wussten es nicht wirklich“
Dallas Mavericks-Mitbesitzer Mark Cuban hat in einem Gespräch im Podcast „Club 520“ überraschende Einblicke in die damaligen Überlegungen beim Draft von Luka Dončić gewährt. Während der Slowene sich schnell als einer der besten Spieler der Liga etablierte, gab es intern durchaus Unsicherheiten, ob die Mavericks mit der Wahl des jungen Talents den richtigen Schritt gegangen waren – ein Geständnis, das die NBA-Fans überrascht.

Die entscheidung für doncic: ein riskantes unterfangen
Cuban schilderte im Gespräch mit Ex-NBA-Spieler Jeff Teague die Zögerlichkeit, die in der Organisation herrschte, bevor die Mavericks Dončić für Trae Young eintauschten. „Wir haben gehofft, aber wir wussten es nicht. Man weiß es einfach nie“, erklärte er ehrlich. Die Wahl an fünfter Stelle im Draft, Young, wurde gegen den damals 19-jährigen Dončić und einen zukünftigen Erstrundenpick getauscht. Die Entscheidung war alles andere als ein Selbstläufer, trotz der dominanten Leistungen Dončićs in Europa.
Der frühe Eindruck: Talent, aber auch Fragezeichen. Cuban erinnerte sich an frühe Beobachtungen von Dončić, darunter ein Spiel gegen OKC, in dem er Russell Westbrook einfach „weggedribbelt“ habe. „Aber NBA gegen Real Madrid – da weißt du nicht, wie hart die Jungs wirklich spielen“, relativierte er. Die Preseason-Spiele in China verdeutlichten die Nervosität der Mavericks. „Ich saß neben Shawn Marion und Stephen Jackson und habe sie das ganze Spiel über gefragt: ‚Was meint ihr?‘ Weil ich total nervös war.“
Die anfänglichen Zweifel verflogen jedoch schnell. Nach elf Punkten im ersten Preseason-Spiel gegen die chinesische Nationalmannschaft präsentierte sich Dončić im zweiten Spiel gegen die Philadelphia 76ers von seiner besten Seite: 15 Punkte, vier Rebounds und fünf Assists. Seine Teamkollegen waren beeindruckt, und Cuban räumte ein, dass die Erkenntnis kam: „Der ist etwas Besonderes.“ Die Rookie-Saison bestätigte diese Einschätzung: Dončić wurde zum Rookie of the Year gewählt und legte den Grundstein für seine Karriere in Dallas.
Es ist ironisch, dass die Mavericks 2025 ihre damalige Wette auf Dončić mit dem Tausch gegen Anthony Davis bei den Los Angeles Lakers rückgängig machten – eine Entscheidung, die Cuban heute offenbar bereut. Die NBA-Finals 2024 erreichten sie zwar, verloren aber deutlich gegen die Boston Celtics. Die Geschichte von Luka Dončić bei den Mavericks ist ein Beweis dafür, dass auch in der NBA nicht alles planbar ist und dass manchmal das Bauchgefühl trügt. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Spieler und die Erkenntnis, dass die Mavericks einen potenziellen Superstar einst fast verpasst hätten.
