Crowdfunding für "anlauf gegen gewalt" – ein teilerfolg, aber das ziel ist verfehlt
- Finanzierungslücke bleibt bestehen: "anlauf gegen gewalt" erreicht ziel nicht
- Hintergrund: was macht "anlauf gegen gewalt"?
- Der rückzug eines sponsors als auslöser
- Was bedeutet das für die zukunft der beratungsstelle?
- Zunehmende offenheit: mehr betroffene sprechen sich aus
- Weitere informationen und unterstützung
Finanzierungslücke bleibt bestehen: "anlauf gegen gewalt" erreicht ziel nicht
Das Crowdfunding für die wichtige Beratungsstelle "Anlauf gegen Gewalt", die Athleten bei Problemen mit Gewalt im Sport unterstützt, ist abgeschlossen. Obwohl ein beachtlicher Betrag gesammelt wurde, konnte das ursprüngliche Ziel von 60.000 Euro leider nicht erreicht werden. Trotzdem sieht "Athleten Deutschland" das Ergebnis als einen wichtigen Teilerfolg.

Hintergrund: was macht "anlauf gegen gewalt"?
"Anlauf gegen Gewalt" wurde vor knapp vier Jahren von der Interessenvertretung der Leistungssportlerinnen und -sportler ins Leben gerufen. Die Anlaufstelle bietet Betroffenen von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt im Sport eine erste Anlaufstelle für psychologische und juristische Beratung. Die Nachfrage ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, was die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung unterstreicht.

Der rückzug eines sponsors als auslöser
Der aktuelle Engpass in der Finanzierung entstand durch den Rückzug eines wichtigen Sponsors. Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung sprang mit einer Spende von 30.000 Euro ein, was bis Anfang Dezember zu insgesamt rund 40.000 Euro an Spenden führte. Allerdings blieben weitere Großspenden aus, wodurch die Lücke nicht geschlossen werden konnte.

Was bedeutet das für die zukunft der beratungsstelle?
Johannes Herber, Geschäftsführer von "Athleten Deutschland", betont, dass die bisher gesammelten Mittel zwar für eine kurzfristige Planungssicherheit sorgen, aber keine langfristige Lösung darstellen. Die fehlende vollständige Finanzierung stellt eine schlechte Nachricht für Athleten dar, die unter Gewalt im Sport leiden und auf die Unterstützung von "Anlauf gegen Gewalt" angewiesen sind. Immer mehr Betroffene melden sich, weil sie sich vom System im Stich gelassen fühlen.

Zunehmende offenheit: mehr betroffene sprechen sich aus
Die wachsende Zahl an Betroffenen, die sich öffentlich zu ihren Erfahrungen äußern, zeigt, dass ein dringender Bedarf an unabhängigen Beratungsstellen besteht. "Anlauf gegen Gewalt" bietet diesen Menschen einen sicheren Raum, um Hilfe zu suchen und ihre Stimme zu erheben. Es ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Kultur des Respekts und der Sicherheit im Sport.

Weitere informationen und unterstützung
Die Situation zeigt deutlich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um die Finanzierung von "Anlauf gegen Gewalt" langfristig zu sichern. Es ist wichtig, das Bewusstsein für das Thema Gewalt im Sport zu schärfen und Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Informationen und Unterstützung finden Sie unter anderem auf der Webseite von Athleten Deutschland und bei verschiedenen Sportverbänden.
