Crippa und demise triumphieren beim pariser marathon – rekordjubel!
Ein italienisch-äthiopischer Doppelsieg ging heute beim 49. Schneider Electric Paris Marathon über die Bühne. Yemaneberhan Crippa und Shure Demise dominierten das Feld und feierten einen fulminanten Erfolg, der die Laufelite begeisterte.
Crippas persönlicher durchbruch: der erste europäer seit 2002 siegt
Der 29-jährige Yemaneberhan Crippa, der mit Wurzeln in Äthiopien, aber als italienischer Athlet startete, überquerte die Ziellinie in einer beeindruckenden Zeit von 2 Stunden, 5 Minuten und 16 Sekunden. Damit verbesserte er seine persönliche Bestzeit um über eine Minute und sicherte sich den Sieg vor Bayelign Teshager aus Äthiopien (+5 Sekunden) und dem Kenianer Sila Kiptoo (+10 Sekunden). Seine Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Crippa eine bewegte Kindheit hatte – er verlor seine Eltern in der Kriegszeit zwischen Eritrea und Äthiopien und wuchs in einem Waisenhaus in Addis Abeba auf. Erst 2001 fand seine Familie in Italien, die ihn adoptierte und ihm ein neues Zuhause in Trient bot.
Der Sieg von Crippa stellt nicht nur einen persönlichen Triumph dar, sondern auch eine historische Bedeutung. Er ist der erste Europäer, der seit Benoît Zwierzchiewski im Jahr 2002 beim Pariser Marathon in der Männerkonkurrenz siegreich war – ein Faktum, das die Laufgemeinschaft weltweit aufhorchen lässt.

Demise setzt neuen pariser rekord: die sechste beste zeit des jahres
Auch bei den Frauen gab es einen klaren Favoriten: Shure Demise aus Äthiopien. Sie absolvierte die 42,195 Kilometer in einer Zeit von 2 Stunden, 18 Minuten und 33 Sekunden und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Die Zahl von 20.800 Frauen, die an diesem Rennen teilnahmen, unterstreicht die wachsende Beliebtheit des Marathons. Misgane Alemayehu aus Äthiopien (+3 Minuten und 23 Sekunden) und die Kenianerin Magdalyne Masai (+1 Minute und 45 Sekunden) belegten die Plätze zwei und drei.
Demises Zeit stellt die sechste beste Jahresbestleistung weltweit dar. Insgesamt nahmen dieses Jahr 60.000 Läufer an der Veranstaltung auf den Champs-Élysées teil – 3.000 mehr als im Vorjahr. Das zeigt, dass der Pariser Marathon immer mehr Menschen begeistert und zu Höchstleistungen anspornt. Der Lauf ist nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein Fest für die Stadt Paris selbst.
Die Atmosphäre entlang der Strecke war elektrisierend, mit tausenden Zuschauern, die die Läufer anfeuerten. Die Kombination aus historischem Flair und sportlicher Spannung machte den 49. Pariser Marathon zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.
