Cremonese am rande der katastrophe: personelle misere droht abstieg
Marco Giampaolo sprach von einem „Spiel unseres Lebens“ – und das bei Weitem nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Der Trip nach Cagliari könnte für die Cremonese das endgültige Urteil im Abstiegskampf fällen. Gegen Cagliari, Lecce und eben die Cremonese wird entschieden, wer den Klassenerhalt schafft – und wer in die Serie B muss. Doch die Lage in Cremona ist desaströs: Verletzungen und Sperren dezimieren den Kader, insbesondere im Angriff.
Vardy, sanabria, moumbagna – die stürmer fallen aus
Die Personalsituation ist alarmierend. Jamie Vardy, der Engländer, plagt sich mit einer Muskelverletzung und wird das Spiel in Cagliari definitiv verpassen. Auch Hannibal Sanabria fällt aufgrund eines Problems im Beckenbereich aus. Ein weiterer herber Verlust ist Moussa Moumbagna, der sich eine Adduktorenzerrung zugezogen hat. Bleibt Bonazzoli, der unumstrittene Leistungsträger mit sieben Treffern, und entweder Djuric oder Okereke. Ein Dreigestirn ist zwar denkbar, aber eher unwahrscheinlich.
Im Mittelfeld gibt es ebenfalls Ausfälle, allerdings mit mehr Optionen. Der Einsatz von Thorsby gegen Bologna endete abrupt aufgrund einer Wadenverletzung. Maleh fehlt nach seiner unsportlichen Aktion gegen Zortea zwei Spiele. Payero könnte sich neben Grassi eine Chance erarbeiten, unterstützt von Bondo. In der Abwehr sollen Baschirotto und Luperto zurückkehren, obwohl das blamable Spiel gegen Bologna Zweifel aufkommen lässt.

Giampaolo-effekt verpufft? die cremonese am scheideweg
Der frühere „Giampaolo-Effekt“ mit dem Sieg gegen Parma scheint verpufft zu sein. Die Cremonese war vor dem Spiel nicht als gerettet zu betrachten, und das gilt auch jetzt. Das Duell gegen Cagliari, einen direkten Konkurrenten, wird entscheidend sein. „Die Mannschaft befindet sich in einer schwierigen psychischen Verfassung. Sie bricht zusammen, sobald etwas schiefgeht“, klagte Giampaolo. Er muss die Mannschaft neu justieren, denn gegen Bologna fehlte nicht nur die Einstellung, sondern auch das nötige Zusammenspiel. Ein Hybridmodell mit einer Rückkehr zum bewährten 3-5-2 ist durchaus möglich – eine Mischung aus Altbewährtem und neuen Ideen, um das Ziel zu erreichen. Mit allen Mitteln.
Die Wahrheit ist: Die Cremonese hat jetzt nur noch eine Chance. Ein Sieg in Cagliari ist nicht nur Pflicht, sondern reine Existenzfrage. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Es gilt, auf dem Platz zu zeigen, was in der Saison bisher gefehlt hat - Leidenschaft, Kampfgeist und taktische Disziplin. Sonst winkt der Abstieg in die Zweite Liga.
