Covington beendet ufc-karriere: vom bösewicht zum wrestler

Schock in der Welt der Mixed Martial Arts: Colby Covington, einstiger Titelanwärter und berüchtigter Provokateur, hat seine Karriere in der UFC abrupt beendet. Nicht im Feuer, sondern im stillen Kämmerlein, durch eine – wie so oft bei Covington – unkonventionelle Absetzung.

Der niedergang des "chaos warriors"

Der niedergang des "chaos warriors"

Es ist kein Geheimnis, dass Covington in den letzten Jahren einen deutlichen Abwärtstrend erlebt hat. Von seinen letzten sechs Kämpfen konnte er lediglich zwei für sich entscheiden, und sein letztes Auftreten im Dezember 2023 gegen Joaquin Buckley war schlichtweg erniedrigend. Der ausbleibende Einsatz bei der UFC in Las Vegas, obwohl seine enge Verbindung zu Donald Trump alle Türen hätte öffnen können, ließ bereits aufkommende Gerüchte über eine mögliche Aufgabe immer lauter werden.

Covington war mehr als nur ein Kämpfer; er war eine kalkulierte Provokation, ein Mann, der den Ruf des Bösewichts bewusst kultivierte, um im Rampenlicht zu stehen. Nach seinem Sieg über Demian Maia 2017 erkannte er, dass im Octagon allein der Sieg nicht reichte. Er begann, sich gegen alles und jeden zu wenden, um Aufmerksamkeit zu erregen – eine Strategie, die zunächst funktionierte und ihm den Titel des Interims-Champions einbrachte. Doch der Traum vom unifizierten Gürtel zerplatzte jäh, als Kamaru Usman ihn in einem der spektakulärsten Kämpfe der Welterweight-Historie brutal in der elften Runde besiegte.

Seine Rivalität mit Jorge Masvidal, einst seinem engsten Freund, besiegelte letztendlich seinen Untergang. Nach dem Sieg über Woodley versuchte Covington, sich an Usman zu revanchieren, scheiterte aber erneut. Die private Auseinandersetzung mit Masvidal, die mit einer öffentlichen Auseinandersetzung in Miami gipfelte, hielt ihn über anderthalb Jahre vom Octagon fern. Sein Comeback endete mit einer weiteren Niederlage gegen Leon Edwards, der ihn um den Titel kämpfen ließ, doch Covington wirkte nun blass und kraftlos.

Die Gerüchte um seine Absetzung wurden durch eine Reihe von Leaks befeuert, und so scheidet Covington aus der UFC aus, ohne ein ordentliches Abschiedsspiel zu bekommen – ein trauriges Ende für einen Mann, der die Liga mit seiner Theatralik und seinem Kontroversen polarisierte. Covington verlässt die UFC, um sich dem professionellen Wrestling zu widmen, genauer gesagt den RAF-Wettkämpfen. Ob er dort die gleiche Kontroverse und den gleichen Erfolg finden wird, bleibt abzuwarten.

Die UFC verliert damit einen ihrer umstrittensten Charaktere, einen Mann, der das Böse verkörperte, um im Geschäft zu überleben. Ein Kapitel ist geschlossen, und die Welt des MMA wird einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil vermissen.