Costa glänzt in mallorca – weg zum wm-traum?

Samú Costa. Der Name ist in der Fußballwelt derzeit ein Begriff, und das aus gutem Grund. Der Mittelfeldspieler von Real Mallorca liefert eine Saisonleistung ab, die selbst eingefleischte Fans überrascht. Er ist nicht mehr nur der kämpferische Abräumer, sondern ein dynamischer Box-to-Box-Spieler, der sein Team vorwärtsbringt – und die Pläne von Portugals Nationaltrainer Roberto Martínez gehörig durcheinanderwirbelt.

Ein torjäger aus dem mittelfeld

Ein torjäger aus dem mittelfeld

Sein jüngstes Tor gegen Girona, das seinem Team den Sieg sicherte, war bereits das Siebte in dieser Liga-Saison. Mojica legte eine präzise Flanke herein, und Costa stürmte in den Strafraum, um den Ball mit chirurgischer Präzision ins Netz zu befördern. Damit festigt er seine Position als zweitbester Torschütze des Teams, nur Vedat Muriqi liegt ihm noch voraus. Die Konkurrenz im Sturm ist zwar groß, aber Costa beweist, dass er auch vor dem Tor gefährlich ist.

Doch seine Qualitäten beschränken sich längst nicht nur auf das Toreschießen. Costa ist ein Dauerläufer, ein unermüdlicher Kämpfer, der jeden Zweikampf sucht und gewinnt – ob im Luftkampf oder am Boden. Wenn sein Team das Spiel kontrollieren muss, weicht er geschickt auf die Flügel aus, um von dort Spielzüge einzuleiten. Und in der Defensive ist er der Stopper, den jeder Trainer sich wünscht: Er presst, verteidigt und ist nun auch in der Offensive eine wachsende Bedrohung. Seine Vielseitigkeit ist beeindruckend.

Die Weltmeisterschaft als Sprungbrett? Es gibt natürlich starke Konkurrenten um die Plätze im portugiesischen Mittelfeld: Vitinha, João Neves, Bruno Fernandes und Bernardo Silva sind Namen, die internationale Anerkennung genießen. Und dann gibt es noch Routiniers wie Rubén Neves und João Palinha. Aber ein Spieler wie Samú Costa, der seine Fähigkeiten Woche für Woche unter Beweis stellt, darf in keiner Weltklassemannschaft fehlen. Seine Ausdauer, sein Kampfgeist und seine taktische Flexibilität machen ihn zu einem wertvollen Aktivposten, insbesondere in kurzen Turnieren wie der WM, wo jeder Einsatz entscheidend sein kann.

Die Gerüchte um seinen möglichen Wechsel zu einem größeren Verein werden seit einigen Jahren lauter. Der SSC Neapel zeigte bereits 2024 Interesse, und auch die Premier League buhlt um seine Dienste. In einem Interview im März äußerte Costa seinen Traum, in der englischen Liga zu spielen. Ob dieser Traum in Erfüllung geht, hängt wohl davon ab, ob er sich bei der WM einen Stammplatz in der portugiesischen Nationalmannschaft erkämpft. Es ist unwahrscheinlich, dass er noch lange auf Mallorca bleiben wird, aber sein aktueller Leistungsschwung macht den Gedanken an einen Abschied schmerzhaft für die Fans.

Die nächste Aufgabe für Costa und Mallorca steht bereits an. Und eines ist sicher: Samú Costa wird alles geben, um seinen Traum von der Weltmeisterschaft zu verwirklichen – und dabei vielleicht noch den ein oder anderen Transfermarkt-Experten vom Wert eines portugiesischen Mittelfeldspielers zu überzeugen. Denn eins ist klar: Costa ist mehr als nur ein guter Fußballer – er ist eine Naturgewalt auf dem Platz.