Coppola jagt den titel: italiens letzte hoffnung beim ept-finale von paris
Enrico Coppola sitzt wieder am Final Table – und diesmal in Paris. Der Italiener überlebte eine dramatische River-Karte, um beim European Poker Tour-Main Event als Sechster der Chipcounts zu starten. 1,9 Millionen Chips, ein Ass im Ärmel und der Traum vom zweiten italienischen EPT-Sieg innerhalb eines Jahres.
Die hand, die herzrasen verursachte
Coppola war schon fast weg. Gegen Wojciechowski lag er mit A♥ K♥ vorn, doch eine Queen auf dem River riss ihn in den Abgrund. Nur eine Stunde später war er wieder da. Mit J♦ T♣ schob er 815.000 in die Mitte, floppte einen Ten und traf am River das A♦ – 2 Millionen Chips, neues Leben. Wer das gesehen hat, weiß: Poker ist kein Sport für schwache Nerven.
Der 32-jährige Neapolitaner folgt damit dem Spuren von Umberto Zaffagnini, der in Barcelona jubelte. Seitdem war Italien beim EPT still – bis heute. Coppola, der schon in Monte Carlo am Final Table saß, spielt seine beste Saison.
Abreu dominiert, gogniar kriecht – und coppola wartet
Der Portugiese Rui Abreu führt mit 22,4 Millionen Chips – das sind 50 % aller Chips im Spiel. Der Finne Seire folgt mit 6,4 Millionen. Dahinter: Coppola mit 1,9 Millionen. Aber wer die letzten Levels verfolgte, weiß: Chip-Counts lügen. Der Franzose Gogniat war stundenlang Letzter, foldete sich vom Todestrakt zurück ins Leben. Heute sind sie alle sieben noch da – und keiner ist sicher.
Der Final Table startet um 13 Uhr mit deutschem Livestream. Kommentator Felix Schneiders sitzt selbst am Tisch – als Short Stack. Er war es, der Coppola in einem Coinflip mit 88 gegen A-Q fast eliminierte. Der River brachte ein Split Pot. Schneiders lachte, Coppola atmete durch. Heute wird gelächelt, wer zuletzt lacht.
Der Sieger kassiert 1,2 Millionen Euro. Coppola braucht keine Rede, er braucht nur ein Ass zum richtigen Zeitpunkt. Und vielleicht ein bisschen italisches Temperament, wenn Abreu wieder über den Tisch feuert. Paris ist bereit. Coppola auch.
