Conte als azzurri-trainer? abodi deutet wechsel an
Rom – Die Spekulationen um die Zukunft der italienischen Nationalmannschaft nehmen Fahrt auf. Sportminister Andrea Abodi hat in einem Interview deutliche Worte über den möglichen Nachfolger von Trainer Roberto Mancini gefunden, der kürzlich sein Amt niedergelegt hat.

Conte als kandidat: eine option, die man ernst nehmen muss
Abodi ließ wenig Zweifel daran, dass er Antonio Conte als einen der ernstzunehmenden Kandidaten für das Traineramt sieht. „Conte? Nun, er ist ein großartiger Trainer“, so der Minister gegenüber den Medien. Seine Erfolge, insbesondere der Gewinn der Meisterschaft mit dem SSC Neapel im vergangenen Jahr, sprechen für sich. Allerdings betonte er auch, dass die Entscheidung letztendlich von Conte selbst, Präsident Aurelio De Laurentiis und dem italienischen Fußballverband (FIGC) abhängt.
Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer beginnt in einer angespannten Lage. Nach dem Rücktritt von Gravina sind Neuwahlen für den 22. Juni angesetzt, und kurz darauf muss die FIGC über die Personalie des neuen Chefs an der Seitenlinie entscheiden. Abodi betonte, dass er sich in seinen Gesprächen mit FIGC-Präsidentin Simonelli vor allem auf langfristige Programme und Strategien konzentriert, nicht nur auf die Namen einzelner Trainer.
Ein weiterer Name im Rennen: Giovanni Malagò. Abodi äußerte sich positiv über die Möglichkeit, dass Malagò, der derzeit Präsident der Stiftung Milano Cortina 2026 ist, eine Rolle bei der FIGC übernimmt. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit ihm, wir haben gemeinsame Verantwortlichkeiten“, erklärte Abodi. Die Entscheidung liegt jedoch letztendlich bei den verschiedenen Komponenten der FIGC.
Neben den Überlegungen zur Trainerfrage beschäftigt sich Abodi auch mit der Förderung des Nachwuchses. Er begrüßte die Vorschläge von Luciano Spalletti, insbesondere im Hinblick auf die jungen U19-Nationalspieler. „Ich glaube, dass jede Initiative, die die direkte Einbindung junger italienischer Talente fördert, wichtig ist und mit den Regeln der Europäischen Union vereinbar sein muss“, so Abodi. Die Bereitschaft von Klubs und Trainern, in die Jugend zu investieren, sei dabei entscheidend.
Die italienische Fußballwelt steht vor großen Herausforderungen, doch die Aussagen von Sportminister Abodi geben Anlass zur Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft. Die Suche nach dem richtigen Trainer und die Förderung des Nachwuchses sind dabei die wichtigsten Bausteine.
