Conference league: mainz vor dem straßburg-duell – was tuchel vorhat!

Mainz 05 steht vor einer echten Herausforderung: Im Viertelfinale der Conference League empfangen die Rheinhessen den Racing Club de Strasbourg Alsace. Doch wer sind die Elsässer überhaupt und was können sie? Michael Spindler hat sich für uns umgehört.

Ein traditionsverein mit wechselvoller geschichte

Der Racing Club de Strasbourg Alsace – eine Zunge brecherische Bezeichnung, die allerdings die vielfältigen Wurzeln des Klubs widerspiegelt. Gegründet 1906, nur ein Jahr nach Mainz, hat Straßburg eine bewegte Geschichte hinter sich. Von den Höhen der französischen Meisterschaft 1979, als der Klub unter Trainer Gilbert Gress die Liga dominierte, bis hin zu den Tiefen der Zwangsabstieg in die fünfte Liga nach einer Insolvenz 2011 – der Verein hat alles erlebt. Doch die Straßburger haben sich immer wieder zurückgekämpft.

Besonders bitter: Der Ausfall ihres Top-Torjägers Joaquin Panichelli, der sich kurz vor dem Hinspiel einen Kreuzbandriss zuzog. Seine Abwesenheit wird ein spürbarer Verlust sein, doch die Mannschaft scheint geschlossen zu reagieren. Die Generalprobe vor dem Duell mit Mainz wurde erfolgreich bestanden: Ein 3:1-Sieg gegen OGC Nizza gab Selbstvertrauen.

Blueco-group: neuer investor, neue ambitionen

Blueco-group: neuer investor, neue ambitionen

Seit Sommer 2023 gehört Straßburg der Investorengruppe BlueCo-Group, die auch den FC Chelsea im Portfolio hat. Todd Boehly, der Kopf hinter BlueCo, scheint das Ziel zu haben, Straßburg zu einem festen Bestandteil des europäischen Fußballhimmels zu machen. Die finanziellen Möglichkeiten sind damit deutlich gestiegen, was sich auch in der Kaderqualität widerspiegelt.

Auch in der Vergangenheit zog es schon deutsche Spieler nach Straßburg. Thomas Allofs, damals Bundesliga-Torschützenkönig, spielte hier kurzzeitig, bevor er zurück nach Düsseldorf wechselte. Ein Indiz dafür, dass Straßburg trotz seiner französischen Identität immer auch für deutsche Spieler interessant war.

In der Conference League präsentierte sich Straßburg bisher ungeschlagen – ein Beweis für ihre taktische Disziplin und ihren Siegeswillen. Trainer Gary O’Neil hat ein Team geformt, das sowohl defensiv stabil als auch offensiv gefährlich ist. Mainz 05 sollte sich also auf ein hartes Stück Arbeit einstellen.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mainzer die Herausforderung meistern können. Eines ist jedoch sicher: Racing Straßburg ist kein leichter Gegner. Der Verein hat in den letzten Jahren gelernt, aus Krisen gestärkt hervorzugehen und wird auch in Mainz alles daran setzen, ein positives Ergebnis mitzunehmen.