Como: fußball-infrastruktur kostet ein vermögen – und das bei serie-a-ambitionen!
Mailand – Der Aufsteiger Como 1907 präsentiert eine Bilanz, die jenseits des sportlichen Erfolgs auf der Seria A-Bühne einiges zu verraten hat. Während die Fans die Europa-League-Ambitionen feiern, zeichnet ein Blick auf die konsolidierte Bilanz ein anderes Bild: Ein Defizit von satten 132 Millionen Euro.

Die hartonos: mehr als nur ein fußballverein
Hinter dem vermeintlichen Schnäppchen einer Fußballmannschaft verbirgt sich ein komplexes Firmengeflecht. Die indonesische Familie Hartono hat in Como nicht nur einen Fußballklub, sondern ein ganzes Ökosystem aufgebaut. Neben dem Fußballverein gehören Sent Academy, Sent Property, Sent Retail und Sent Digital zum Portfolio, koordiniert von Sent Entertainment Italy. Das Ziel ist klar: Diversifizierung der Einnahmen jenseits des Rasens.
Der separate Jahresabschluss von Como 1907 zeigt noch ein Defizit von 105 Millionen Euro, doch die konsolidierte Bilanz offenbart das volle Ausmaß der finanziellen Anstrengungen. Ein Umsatz von 48 Millionen Euro für den reinen Fußballbetrieb steigert sich auf 55 Millionen Euro, wenn man Merchandising und andere Geschäftsfelder berücksichtigt. Doch die Investitionen sind enorm: 390 Millionen Euro flossen bereits in die Holding Sent Entertainment Limited – ein Startkapital, das dem Club den Status einer Start-up-Firma verleiht.
Die Personalkosten sind ein weiterer Stolperstein. Während die Gehälter für Spieler und Trainer bei 86 Millionen Euro liegen, belaufen sich die Personalkosten des gesamten Konzerns auf 94 Millionen Euro. Die gesamten Kosten, bereinigt um Veräußerungsverluste, steigen von 156 Millionen Euro im separaten Jahresabschluss auf 190 Millionen Euro im konsolidierten Bericht. Eine Kapitalzufuhr von 167 Millionen Euro durch den Eigentümer sorgte jedoch für eine solide finanzielle Basis.
Die UEFA-Regeln erlauben zwar eine maximale Verlustquote von 60 Millionen Euro über drei Jahre, doch der Präsident Suwarso zeigt sich zuversichtlich:
