Coletta rydzek: olympia, nervosität und die kühle nachtruhe

Coletta rydzek – „viele sachen, die man nicht beeinflussen kann“

Die Langläuferin Coletta Rydzek steht vor ihren ersten Wettkämpfen bei den Olympischen Spielen 2026. Im Interview mit der Sportschau spricht sie offen über ihre Gefühle, die Erwartungen und die Bedeutung einer guten Nachtruhe – und das bei offenerem Fenster. Eine Geschichte über Nervosität, Vorfreude und die kleinen Dinge, die den Unterschied machen können.

Die gefühlslage vor dem start

„Ein Schwanken zwischen Nervosität, Vorfreude und zu viel Anspannung“, so beschreibt Coletta Rydzek ihre aktuelle Verfassung. Die Oberstdorferin blickt gespannt auf die Wettkämpfe in Predazzo. Sie kennt das olympische Gefühl bereits, war 2022 in Peking am Start, möchte aber nun deutlich besser abschneiden. Der Fokus liegt vor allem auf dem Teamsprint mit Laura Gimmler.

Erwartungen und der umgang damit

Erwartungen und der umgang damit

Die Erwartungen sind im Vergleich zu früheren Jahren gestiegen. Rydzek ist sich dessen bewusst, versucht aber, sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. „Ich möchte mich darauf konzentrieren, jetzt ein bisschen losgelöst vom Ergebnis zu sein, weil es meistens besser funktioniert.“ Eine wichtige Mentalität für den Umgang mit dem Druck.

Formkurve und bisherige erfolge

Formkurve und bisherige erfolge

Die Formkurve der 24-Jährigen zeigt steil nach oben. In diesem Winter konnte sie bereits zweimal auf das Podest laufen, jeweils als Zweite in Toblach und Oberhof. Diese Erfolge geben ihr Selbstvertrauen, dennoch weiß sie um die Herausforderungen, die vor ihr liegen.

Der sprint und seine unberechenbarkeit

Der sprint und seine unberechenbarkeit

Besonders im Sprint weiß Rydzek, dass viele Faktoren eine Rolle spielen, die man nicht beeinflussen kann. „Hundertstel entscheiden“ kann und das macht die Disziplin so spannend, aber auch so unberechenbar. Die Vorbereitung ist entscheidend, aber auch Glück gehört dazu.

Teamsprint mit laura gimmler

Teamsprint mit laura gimmler

Im Teamsprint mit Laura Gimmler sieht Rydzek große Chancen. Das Duo zeigte bei der Olympia-Generalprobe in Goms eine starke Leistung und gewann den Wettbewerb. „Laura und ich wissen einzuschätzen, wer da am Start war“, betont Rydzek, aber der Sieg gibt natürlich Selbstvertrauen.

Eine besondere routine: kühle nachtruhe

Eine besondere routine: kühle nachtruhe

Die Zusammenarbeit mit Gimmler ist geprägt von Humor, Ehrlichkeit und einer besonderen Routine. Beide mögen es sehr kühl und schlafen deshalb immer mit offenem Fenster. Auch der Start in den Tag ist nicht immer einfach: „In den ersten fünf oder zehn Minuten wird nicht so viel geredet. Die braucht jeder zum Aufwachen.“

Unterstützung durch bruder johannes

Unterstützung durch bruder johannes

Auch ihr Bruder Johannes Rydzek, selbst ein erfolgreicher Nordischer Kombinierer, ist bei den Spielen in Val di Fiemme dabei. Er ist zum fünften Mal bei Olympischen Spielen und kann seine Schwester mit seiner Erfahrung unterstützen. „Er hat gefühlt schon jede Situation erlebt, was brutalen Druck oder Erwartungshaltung angeht“, sagt Coletta Rydzek.

Ausblick auf die kommenden tage

Ausblick auf die kommenden tage

Die kommenden Tage versprechen spannende Wettkämpfe und vielleicht auch die ersten Medaillen für Coletta Rydzek. Die Unterstützung ihres Bruders und die gute Zusammenarbeit mit Laura Gimmler sind dabei wichtige Faktoren. Die Oberstdorferin ist bereit, alles zu geben und das Abenteuer Olympia mit vollem Elan anzugehen.