Coletta rydzek fliegt raus, kläbo fliegt ins krankenhaus: drammen wird zur schreckenskurve
Die Kristallkugel scheint zu trümmern. Coletta Rydzek schied im Viertelfinale aus, Johannes Hösflot Kläbo schied auf einer Trage aus. Drammen verwandelte sich binnen Minuten in eine Eisbahn der Schicksale.
Ein zusammenprall, ein sturz, ein finale in weite ferne
Die 28-jährige Rydzek raste auf die letzte Linkskurve zu, da klappte sich die italienische Konkurrentin Iris de Martin Pinter mit der Schwedin Linn Svahn zusammen. Svahn schlug auf den harten Schnee, Rydzek konnte nicht mehr bremsen, rutschte über sie hinweg und landete als Letzte ihres Laufs. Ein Tag nach Rang drei in Lahti platzte der Traum vom Podest wie ein Seifenblasen im Wind.
Die Bilder: Svahn rappelt sich auf, jagt noch einmal an Sofie Krehl vorbei, wird Zweite. Rydzek bleibt liegen. 26. Platz. Olympia-Bronze von vor drei Wochen? Vergessen.

Kläbos kopf trifft eis – norwegen hält den atem an
Minuten später die Männer. Bend Ogden rutscht aus, Johannes Hösflot Kläbo fliegt über ihn, schlägt mit dem Hinterkopf auf. Keine Bewegung. Dann: Stütztruppe, Krankenwagen, Klinik. „Er ist bei Bewusstsein, aber es war ein heftiger Sturz“, sagt Mannschaftsarzt Ove Feragen. Die 112. Weltcupsiege? Liegen jetzt in zweiter Reihe. Das 50-km-Rennen am Samstag steht auf der Kippe.
Die Norweger sichern sich trotzdem die kleine Kristallkugel für den besten Sprinter – Kläbos Konkurrenten fehlten ebenfalls. Ironie des Sports: Er gewinnt die Wertung, während er mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus liegt.
Ansgar Evensen profitiert, holt überraschend den Tagessieg. Jan Stölben wird 23., bester Deutscher. Die Deutschen dürfen sich freuen – aber nur kurz. Denn die Frage bleibt: Wie schnell erwacht Kläbo? Und wann steht Rydzek wieder auf?
