Coello und tapia verzichten auf newgiza – premier padel verliert seine könige
Es ist offiziell: Arturo Coello und Agustín Tapia werden beim P2-Turnier in Newgiza nicht auflaufen. Die Nummer eins der Welt fehlt damit zum dritten Mal in Folge auf dem ägyptischen Sand – und das, obwohl der Kampf um den Thron längst nicht entschieden ist.
Ein déjà-vu mit risiko
2024 war ihre Abwesenheit noch eine luxuriöse Pause, weil der Titel bereits sicher war. 2025 wurde es knapp: Galán und Chingotto schnupperten an der Spitze, doch Coello/Tapia retteten sich in Mexico. Jetzt, 2026, führen sie zwar wieder die Rangliste an – doch statt Druck zu machen, lassen sie wieder locker. Die Konkurrenz atmet auf.
Die Starterliste liest sich deshalb wie ein offenes Buffet. Franco Stupaczuk und Momo González, letztjährige Sieger, buchen direkt wieder ihr Lieblingshotel am Nil. Dahinter lauern Juan Lebrón und Alejandro Augsburger, die als neues Duo endlich den ersten Titel erschnuppern wollen. Auch Coki Nieto und Jon Sanz sehen die Chance auf ein Statement – ohne die beiden übermächtigen Spaniens im Weg.

Neue paare, alte rechnungen
Newgiza wird zum ersten großen Shuffle der Saison. Wer in Miami noch mit alten Partnern antritt, tanzt in Ägypten schon mit neuen. Sanyo Gutiérrez startet seine zweite Karrierehälfte mit Víctor Ruiz, Gonzalo Alfonso probiert es mit Javi Barahona. Der 20-jährige José Jiménez erhält das Vertrauen von Javi García, während Maxi Sánchez Blasco und José García Diestro ein Projekt aufbauen, das noch kein Sponsor auf dem Schirm hat.
Bei den Damen gibt es kein Zugeständnis. Ariana Sánchez und Paula Josemaría reisen an, Gemma Triay und Claudia Fernández auch. Wer in Newgiza gewinnt, darf sich echte Sandköniginnen nennen – ohne das übliche „aber die Nummer eins war ja nicht dabei“.
Für Premier Padel ist der Verzicht von Coello/Tapia ein Schlag ins Gesicht. Die Liga wirbt mit den besten Spielern der Welt, doch ihre Marke fehlt auf dem Plakat. Die Zuschauer in Kairo werden trotzdem kommen – denn jetzt ist endlich offen, wer die Saison 2026 wirklich dominiert. Und die Antwort könnte lauten: vielleicht ja gerade nicht die, die wir erwartet hätten.
