Cobolli rächt sich in acapulco: tiafoe zerstört, karriere-top 15 erreicht

Flavio Cobolli hat in der Nacht von Sonntag auf Montag die ATP-500-Krönung von Acapulco erobert – und sich dabei mit 7:6 (4), 6:4 an Frances Tiafoe gerächt, der ihn in beiden bisherigen Duellen dominiert hatte. Das Finale dauerte exakt 130 Minuten, reichte aber, um dem 22-jährigen Römer das dritte Tour-Titel und die erste Top-15-Position seiner Karriere zu bescheren.

Der schwierige weg vom enttäuschten australian open zur krönung

Die Saison begann für Cobolli mit einer Enttäuschung: In Melbourne scheiterte er bereits in Runde eins, körperliche Probleme bremsten seine Schlagkraft. Doch statt lange zu hadern, zog er nach Florida, arbeitete an Kondition und Aufschlagvarianten – und schon in Delray Beach riss die Erfolgsserie an: Halbfinale. In Acapulco steigerte er sich von Partie zu Partie, spielte sich mit aggressiven Return-Positionen und einer Trefferquote von 73 % an der Grundlinie in den Finaltag.

Tiafoe erwischte den besseren Start, servierte sich im ersten Satz zwei Mal zur Führung. Doch Cobolli blieb dran, wehrte Satzbälle ab und zwang den US-Amerikaner in den Tiebreak. Dort ließ er keine Bremsung erkennen, holte sich den Satz mit einem platzierten Vorhand-Winner. Im zweiten Durchgang folgte das Momentum: Break zum 5:4, bevor er mit seinem zehnten Ace die Meisterfeier einläutete.

Nur noch alcaraz, sinner und fils waren jünger auf 500er-titeln

Nur noch alcaraz, sinner und fils waren jünger auf 500er-titeln

Mit dem Triumph in Mexiko schließt Cobolli eine Lücke, die bisher nur Carlos Alcaraz, Jannik Sinner und Arthur Fils bei den 2000er-Geborenen geschafft hatten: Er gewinnt bedeutende Turniere sowohl auf Sand als auch auf Hartplatz. Das belegt eine Belastbarkeit, die Trainer Claudio Galoppini immer wieder betont: „Flavio kann Tempo wechseln, ohne an Präzision zu verlieren – das ist selten in seinem Alter.“

Die neue Weltranglistenposition Nummer 15 bedeutet nicht nur persönlichen Rekord, sondern auch die Etablierung als fester Top-20-Spieler. Für Italiens Davis-Cup-Team ist er damit zur Stammkraft avanciert, für die Fans ein Hoffnungsträger in der Nach-Sinner-Ära.

Die Saison ist noch jung, doch Cobolli hat seine Antwort auf die Australian-Open-Pleite lautstark formuliert – mit Slice-Returns, Sprint-Siegen und einem strahlenden Pokal in der Hand. Die Tour sollte sich warm anziehen: Der Römer ist zurück und hat offensichtlich noch Luft nach oben.