Citroën rüstet sich für 2026: c5 aircross wird dienstwagen des giro d’italia

Der Giro d’Italia bekommt ein neues Begleitfahrzeug – und es ist französisch. Citroën liefert ab 2026 die offizielle Flotte für alle Rennen im Kalender von RCS Sport, angefangen bei den Strade Bianche am 7. März. Im Mittelpunkt steht der neue C5 Aircross, der auf der Stellantis-Plattform STLA Medium gebaut wird und als Vollstromer, Hybrid und Plug-in-Hybrid antritt.

Ein suv, der die straßen italiens erobern soll

Ein suv, der die straßen italiens erobern soll

Die Übergabe eines ersten Serienfahrzeugs erfolgt symbolisch am 18. März bei der Präsentation der 107. Mailand–Turin, der ältesten Rad-Klassiker der Welt. Von dort rollt der Aircross durch das ganze Land: Tirreno-Adriatico, Mailand–Sanremo, Giro d’Abruzzen, Gran Piemont, Giro di Lombardia – dazu die Frauen- und Nachwuchsvarianten des Giro. Insgesamt zwölf Rennen, zwölf Mal soll der elektrische Komfort des Double-Chevron-Logos im Peloton mitfahren.

Die Zahlen dahinter: 350 Kilometer Reichweite in der E-Version, 180 PS Systemleistung im Plug-in, Preis ab 39 900 Euro. Doch es geht nicht nur um Technik. Für Paolo Bellino, CEO von RCS Sport, ist die Partnerschaft „ein weiterer Schritt zur Internationalisierung unserer Events“. Für Antonella Bruno, Chefin von Stellantis Italia, ist sie „ein Zugang zu den Menschen, die auf dem Land legen, wo unsere Kunden sind“.

Citroën-Chef Giovanni Falcone spricht gar von einer „Heimspiel-Präsenz“. Seit 1921 baut die Marke Autos in Italien, seit Jahrzehnten beliefert sie die Carabinieri, die Post und die Pflegekräfte auf vier Rädern. Nun also die Radprofis. „Das Fahrrad ist das demokratischste Fortbewegungsmittel, das Auto das komfortabelste – beide teilen sich die Straße, beide teilen sich die Zukunft“, sagt Falcone.

Die Logistik ist bereits in Bewegung: 45 Fahrzeuge bestellt, 15 davon vollelektrisch, 15 Hybrid, 15 Plug-in. Jede Etappe wird von zwei Einsatzleitwagen begleitet, ein drittes steht als Ersatz bereit. Die Techniker von Stellantis haben die Software angepasst: Wenn der Peloton die 30 km/h-Marke unterschreitet, schaltet das System automatisch auf Elektbetrieb um – Stille für die Zuschauer, null Lokalausstoß für die Dörfer.

Ein Detail noch: Die Lackierung. Statt des klassischen Giro-Rosa entschied man sich für ein mattes Grau mit roten Akzenten – ein Farbcode, der an die Ziegel der toskanischen Straßen erinnert und zugleich die neue Markenfarbe von Citroëns E-Offensive darstellt. Die ersten Bilder des beflockten Konvoi werden am 6. März veröffentlicht, einen Tag vor den Strade Bianche.

Der Startschuss fällt in Nessebar, Bulgarien, am 8. Mai 2026. Dann wird der C5 Aircross vor dem ersten Peloton fahren – und hinter ihm 176 Fahrer, die um das Rosa Trikot kämpfen. Die Franzosen sind bereit, die Italiener auch. Die Straße gehört beiden.