Ciccone verpasst erneut sprung nach vorne – milans hoffnung am leben
Aosta-Tal – Giulio Ciccone, der italienische Lokalmatador, musste sich erneut dem unerbittlichen Fahrkampf beim Giro d’Italia beugen. Nach Corno alle Scale wieder verpasste er als letzter Ausreißer den Triumph, während Jonas Vingegaard seine Dominanz eindrucksvoll untermauerte. Für Lidl-Trek droht ein bitterer Verlauf der Rundfahrt, während Jonathan Milan nun die letzten Hoffnungen trägt.
Visma-lease a bike diktiert das rennen
Von Beginn an kontrollierte Visma-Lease a Bike das Geschehen, ein klarer Beweis für die taktische Brillanz des Teams um Kapitän Jonas Vingegaard. Der Däne nutzte die anspruchsvollen Alpenetappen nicht nur, um sich das Rosa Trikot zu sichern, sondern präsentierte auch seine schiere Überlegenheit mit einem weiteren Etappensieg. Die Konkurrenz wirkte hilflos, während Vingegaard seine Muskeln spielte und die Klassementfahrer in die Schranken verwies. Ein Statement von beeindruckender Deutlichkeit.
Ciccone hingegen scheint von einem Fluch verfolgt. Obwohl er in der ersten Woche des Giro zweimal als Dritter landete und sogar kurzzeitig das Maglia Rosa trug, blieb der ersehnte Etappensieg aus. „Ich habe mein Ziel noch nicht erreicht, aber wir geben nicht auf“, kommentierte er frustriert nach dem Rennen. Doch die Realität ist unbestreitbar: Die Favoriten waren einfach zu stark.
Ein Blick auf die Tabelle offenbart die Diskrepanz: Ciccones Rückstand auf Vingegaard in der Bergwertung beträgt bereits beträchtliche 86 Punkte. Lidl-Trek reiste mit ambitionierten Zielen ins Rennen – Etappen für Ciccone, ein Podium für Derek Gee-West und Sprints für Milan. Bisher konnten diese Pläne nicht umgesetzt werden.

Milan soll lidl-trek vor dem abgrund bewahren
Die Hoffnungen des deutschen Teams verlagern sich nun auf Jonathan Milan. Die 15. Etappe in Mailand bietet eine Chance zur Versöhnung – ein flaches Teilstück, das sich ideal für einen Massensprint eignet. „Morgen ist super, super wichtig für mich und das ganze Team. Wir werden alles geben und versuchen, das Rennen zu kontrollieren“, betonte Milan bereits vor dem Start.
Milan muss sich in Mailand gegen eine starke Konkurrenz behaupten, darunter Paul Magnier, der bereits zwei Etappensiege feiern konnte, und Dylan Groenewegen. Es ist eine große Aufgabe, aber Milan ist der letzte Anker für Lidl-Trek in diesem Giro d’Italia. Die Frage ist, ob er den Druck standhalten und das Team vor einem möglicherweise desastösen Ausgang bewahren kann.
Der Giro d’Italia zeigt einmal mehr, wie schnell sich Pläne ändern können und wie entscheidend die Kontrolle über das Rennen ist. Während Visma-Lease a Bike seine Dominanz demonstriert, kämpft Lidl-Trek darum, den Schaden zu begrenzen und die letzten Hoffnungen auf Jonathan Milan zu setzen. Es bleibt spannend, wie sich die Waage in den kommenden Etappen neigen wird.
