Ciccone am rande des abgrunds: visma dominiert dolomiten-königsetappe!
Die Königsetappe des Giro d'Italia 2026 war ein Fest für Visma-Lease a Bike, doch für Giulio Ciccone endete sie in Frustration. Während das niederländische Team seine schier unaufhaltsame Dominanz demonstrierte, musste sich der Italiener erneut mit leeren Händen begnügen, obwohl er alles in Bewegung setzte.
Visma-masterclass: kuss krönt sein werk
Sepp Kuss sicherte sich den Etappensieg und vollendete damit eine bemerkenswerte Leistung bei allen drei Grand Tours – eine Vorbereitung, die Visma bis ins kleinste Detail durchdachte. Die Kontrolle über das Rennen lag offensichtlich in den Händen des Teams um Primoz Roglic, der sich im Hintergrund zurückhalten konnte und seine Rivalen beobachten ließ. Besonders die Red Bull-Bora-hansgrohe versuchte, sich in den Kampf um die Plätze hinter Roglic einzubringen, doch Visma hielt stets die Oberhand.
Ciccone, der als einer der aktivsten Fahrer des Tages agierte, attackierte wütend und sammelte fleißig Bergpunkte, doch wie schon in den vergangenen Etappen wurde er kurz vor dem Ziel von einem Visma-Fahrer eingeholt. Diesmal war es Kuss, der seinem Teamkollegen den Sieg schenkte – eine Geste, die Roglic sichtlich schätzte.

Ciccones frust: ein wiederkehrendes muster
Für Ciccone ist es bereits die dritte Niederlage in dieser Giro-Ausgabe, obwohl er mehrfach kurz vor dem Ziel war. Der Italiener, der das Rosa Trikot für einen Tag trug, zeigte zwar Kampfgeist, doch die Konstanz fehlte. “Am Bergpreis habe ich einen Fehler gemacht: Ich habe ihm vertraut und er hat sich da ziemlich unfair verhalten,” klagte Ciccone am Eurosport-Mikrofon über seinen Teamkollegen Einer Rubio, der ihm bei einer Bergwertung den Vortritt lassen sollte. Die Situation deutet auf ein angespanntes Verhältnis innerhalb des Lidl-Trek Teams hin.
Es bleibt abzuwarten, ob Ciccone seine Durststrecke beenden kann. Das Bergtrikot, das er sich nun gesichert hat, ist zwar ein kleiner Trost, doch der Traum vom Etappensieg scheint für ihn in dieser Giro-Ausgabe geplatzt.

Red bull-teamwork: ein hoffnungsschimmer
Ein Lichtblick am Freitag war das starke Teamwork von Red Bull-Bora-hansgrohe. Nachdem der junge Giulio Pellizzari anfangs als Podiumskandidat brilliert hatte, fiel er im Verlauf der Etappe zurück. Doch das Team zeigte eine beeindruckende Geschlossenheit und unterstützte Jai Hindley, der sich letztendlich als Sechster klassierte. Mit nur noch 29 Sekunden Rückstand auf Thymen Arensman für die letzte Bergetappe ist Hindley gut positioniert, um seinen Kampf um das Podium fortzusetzen.
Die letzte Etappe um Piancavallo wird zeigen, ob Hindley seine Position verteidigen kann und ob Ciccone endlich seinen ersehnten Etappensieg feiern kann. Visma-Lease a Bike hat mit Kuss eindrucksvoll bewiesen, dass sie das Rennen nach Belieben kontrollieren können – eine Dominanz, die in den kommenden Tagen sicherlich für zusätzliche Spannung sorgen wird.
