Chinesischer fußball: lebenslange verbote und punktabzug für meizhou hakka
Ein Erdbeben erschüttert den chinesischen Fußball: Die CFA hat eine neue Welle von Strafen gegen Korruption, Spielmanipulation und illegale Wetten verhängt, die das Vertrauen in den Sport weiter untergräbt. 17 lebenslange Verbote und weitere Sanktionen für Dutzende Funktionäre und Spieler sind die Folge – ein Zeichen dafür, dass die chinesische Fußballbehörde ihre rigorose Säuberungsaktion fortsetzt.

Meizhou hakka im abstiegskampf versinkt
Besonders hart trifft es den Zweitligisten Meizhou Hakka, der neben einem bereits im Januar verhängten Punktabzug nun weitere sechs Punkte abgezogen bekommen und eine Geldstrafe von 800.000 Yuan (rund 117.000 US-Dollar) zahlen muss. Die Situation des Clubs, der ohnehin schon als Tabellenletzter kämpft, ist dadurch dramatisch verschärft worden. Der Verein startet somit mit einem erheblichen Nachteil in die Saison und muss sich nun noch größeren Herausforderungen stellen, um den Abstieg zu vermeiden.
Die neuen Strafen basieren auf Ermittlungsergebnissen und gerichtlichen Beschlüssen und betreffen vor allem ehemalige Führungskräfte von Profivereinen. Namen wie Ding Yong, Ex-Geschäftsführer von Shenzhen FC, Shi Yaoyong vom Inner Mongolia Zhongyou und Cao Yang, ehemaliger Verantwortlicher bei Meizhou Hakka, gehören zu den Betroffenen, denen das Fußballspielen für immer verwehrt bleibt. Auch ehemalige Funktionäre von Traditionsvereinen wie Guangzhou Evergrande, Beijing Guoan, Shandong Taishan und Zhejiang Professional sind in die Affäre verwickelt und müssen mit zeitweiligen Sperren rechnen.
Die CFA hat die Strafen verschärft, nachdem weitere schwere Verstöße im Zusammenhang mit bereits laufenden Ermittlungen aufgedeckt wurden. Die umfassende Kampagne gegen Korruption, die im November 2022 begann, hat bereits über einhundert lebenslange Verbote zur Folge und richtet sich gegen Spieler, Schiedsrichter, Trainer, Funktionäre und Vereinsverantwortliche. Der ehemalige CFA-Präsident Chen Xuyuan wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, während der Ex-Nationaltrainer Li Tie eine Strafe von 20 Jahren erhielt – ein Versuch, das Vertrauen in das System nach Jahren der Skandale wiederherzustellen.
Die jüngsten Sanktionen zeigen, dass die chinesische Fußballbehörde entschlossen ist, die Wurzeln der Korruption auszurotten. Doch die Frage bleibt, ob diese rigorosen Maßnahmen ausreichen, um das Image des chinesischen Fußballs nachhaltig zu verbessern und das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Die Strafe für Meizhou Hakka ist nicht nur ein sportliches Unglück, sondern auch ein mahnendes Beispiel für die tiefgreifenden Probleme, die den chinesischen Fußball plagen.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Über 100 lebenslange Verbote seit September 2023. Ein erschreckendes Zeugnis der Verfehlungen, die den chinesischen Fußball in den Schatten gestellt haben.
