China demoliert italien 11:1 und steht im halbfinale – die sleddogs von mailand zeigen, wer hier der boss ist
Die chinesische Sleddog-Crew hat am dritten Wettkampftag der Paralympics 2026 in Mailand/Cortina nicht nur die Gastgeber Italien auf dem Eis versenkt – sie hat sie pulverisiert. 11:1 lautete das Endergebnis im Para-Eishockey-Gruppenspiel, ein Debakel, das selbst die mitgereisten Italiener-Fans im PalaItalia nur noch mit versteinerten Gesichtern ertrugen. Die Equipe von Coach Wang Jian sagt damit frühzeitig Halbfinale hallo und stellt klar: Wer Gold will, muss an ihnen vorbei.
Die tore fielen wie dominosteine
Bereits nach 97 Sekunden klingelte es zum ersten Mal im italienischen Kasten. Bis zur ersten Drittelpause stand es 4:0, nach 30 Minuten 8:1. Eik Galley, ARD-Kommentator, konnte kaum mithalten: „Das ist kein Spiel, das ist ein Lehrstück.“ Das dritte Drittel wurde zur reinen Formsache – China schaltete einen Gang zurück, spielte Pass-Pass-Pass, als wäre es ein Testspiel gegen eine U18-Auswahl. Dabei hatten die Italiener im Auftaktmatch gegen Tschechien noch für Aufsehen gesorgt und 4:3 gewonnen. Gegen die asiatische Eismaschine wirkten sie wie auf dem falschen Bein erwacht.
Die Statistik ist schonungslos: 38:6 Torschüsse, 73 % Puckbesitz, 17 gewonnene Bullys. Italien-Torhüter Gabriele Araudo wurde zur 45. Minute ausgewechselt, um ihn „vor dem totalen Selbstzweifel zu schützen“, wie Italiens Co-Trainer Marco Zanella später einräumte. „Wir haben China unterschätzt. Das war ein Fehler, der uns teuer zu stehen kommt.“

China spielt mit dem selbstvertrauen einer großmacht
Der Sieg gegen Deutschland (12:0) war kein Ausrutscher. Die Sleddogs kombinieren physische Präsenz mit taktischer Raffinesse. Stürmer Li Jianbin, heute mit fünf Scorerpunkten, erklärt die Dominanz lapidar: „Wir trainieren seit zwei Jahren nur für diese vier Wochen. Jeder Pass, jeder Check, jedes Tor ist einstudiert.“ Die Mannschaft reiste mit 17 Athleten an, unterstützt von vier Analysten, die jeden Gegner vorab 30-mal durchgespielt haben. Die Zahlen sprechen für sich: 23 Tore nach zwei Spielen, kein Gegentor beim ersten Auftritt.
Im Halbfinale wartet nun wohl Tschechien, das sich mit einem 8:1 gegen die Slowakei ebenfalls frühzeitig qualifizierte. Die beiden verbliebenen Gruppenspiele dienen nur noch der Platzierung – und der Psyche. Denn wer China schlagen will, braucht mehr als nur Eis im Nacken.
Das italische Publikum feierte trotz der Niederlage mit – ein letztes Mal, bevor die Truppe von Coach Zanella um die Bronze kämpfen muss. Die Frage ist nur: Wer will sich freiwillig mit den chinesischen Sleddogs anlegen? Die Antwort lautet: keiner.
