Chery-tochter lepas stürmt mit 279-ps-suv ins deutsche hybridrevier

Der erste Angriff ist perfekt getimed: Während deutsche Hersteller noch ihre Plug-in-Pläne schärfen, rollt der Lepas L8 im Juli mit 1.040 Kilometern Reichweite und Preisen ab 41.700 Euro an die Front. Der chinesische Newcomer will keine Nische, er will den Markt.

Die zahlen, die stuttgarter nächte kosten

279 PS, 0-100 in 7,9 Sekunden, 90 Kilometer elektrisch im WLTP – das klingt wie ein BMW X3, kostet aber weniger als ein top-ausgestatteter Golf. Die Trümpfe des L8: ein 1,5-Liter-TGDi-Miller-Zyklus-Benziner plus zwei E-Motoren und eine 18,4-kWh-Batterie. Der Kraftakt bringt 365 Newtonmeter auf die Vorderachse und lässt den 2,2 Liter Normverbrauch wie eine Kampfansage wirken.

Die CO₂-Angabe von 53 g/km entspricht genau dem Wert, den viele Lokalkonkurrenten erst 2026 erreichen wollen. Timing ist alles.

Zwei versionen, eine klare botschaft

Zwei versionen, eine klare botschaft

Essence startet mit 19-Zoll-Felgen, 13,2-Zoll-Infotainment, 540-Grad-Kameraperspektive und acht Airbags. Elegance schaltet auf 20-Zoll-Schuhe, massierende Ledersitze, Panoramadach und zehn Airbags hoch – für nur 3.000 Euro Aufpreis. Wer sich für die Leder-Cuoio-Farboption entscheidet, blecht noch einmal 500 Euro drauf, kriegt dafür aber ein Interieur, das an Range-Rover-Luxus erinnert.

Was die konkurrenz jetzt wissen muss

Was die konkurrenz jetzt wissen muss

Lepas ist kein One-Hit-Wonder. Mit dem L6 und L4 folgen 2026 zwei weitere SUV-Modelle, die das Portfolio bis unter die 40.000-Euro-Marke drücken sollen. Die Farbpalette reicht vom serienmäßigen Himalaya-Weiß über Provence Purple bis zum Iceland-Lava-Matte-Gray – letzteres exklusiv für Elegance und 1.200 Euro teuer.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Wir kommen, wir bleiben, wir unterbieten. Und wenn die deutschen Marken noch zögern, haben die Chinesen schon die nächste Salve geladen. Der L8 ist erst der Anfang.