Chelsea im freien fall: vier liga-pleiten alarmieren!
Stamford Bridge – Ein Abend zum Vergessen für die Fans von Chelsea. Gegen Manchester United unterlag das Team von Liam Rosenior mit 0:1 und steckt tiefer in der Krise. Vier Liga-Pleiten in Serie und die Aussicht auf eine verpasste Champions-League-Qualifikation lassen die Stimmung im Westen Londons alles andere als rosig aussehen.
Peinliche defensivarbeit und bittere fehlentscheidungen
Die Partie war geprägt von einer erstaunlichen Chancenverwertung der Hausherren. Chelsea dominierte zwar mit knapp 60 Prozent Ballbesitz und brachte 21 Schüsse aufs gegnerische Tor, doch die Treffer wollten einfach nicht fallen. Zwei Lattentreffer von Delap und Fofana unterstrichen das bittere Schicksal der Blues. Das Tor für Manchester United fiel zudem durch eine unglückliche Situation: Nach einem Zusammenprall mit Robert Sanchez musste Fofana behandelt werden und den Platz verlassen, in der entstandenen Verwirrung schob Cunha den Ball unhaltbar ins Netz.
„Das Ergebnis war wirklich bitter“, kommentierte Rosenior die Partie. „Sie hatten nur einen Schuss auf unser Tor, als wir zu zehnt spielten, und dann haben sie getroffen. Das sollte eigentlich unmöglich sein.“ Die Worte des Trainers verdeutlichen die Frustration, die im Team herrscht. Die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive ist dabei ebenso ein Problem wie die individuelle Fehleranfälligkeit in der Defensive.

Verletzungspech und interne querelen
Doch die sportlichen Probleme sind nur ein Teil der Misere. Auch das Verletzungspech plagt Chelsea. Neben den bereits länger fehlenden Reece James, Jamie Gittens und Joao Pedro zerrte sich Estevao im Laufe der Partie den Oberschenkel und musste früh ausgewechselt werden. Enzo Fernandez, der nach seiner Sperre wieder in der Startelf stand, deutete kurz vor Schluss ebenfalls Verletzungsanzeichen, so dass auch er das Feld verlassen musste. Rosenior gab leichte Entwarnung: „Ich hoffe, es ist nur ein Krampf, denn wir wollen ihn natürlich am Dienstag fit haben.“
Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Fernandez und seine Unzufriedenheit mit dem Trainerwechsel kursieren seit einiger Zeit in der Boulevardpresse. Rosenior betonte jedoch, dass der Streit beigelegt sei: „Er hat heute Abend alles für den Verein gegeben. Von einem Mann seines Kalibers und seiner Klasse erwarte ich nichts anderes.“ Ob das tatsächlich der Fall ist, bleibt abzuwarten.

Die zeit drängt: nur noch fünf spiele
Für Chelsea tickt die Uhr. Mit nur noch fünf Spielen in dieser Saison steht der Druck enorm hoch. Liverpool könnte am Sonntag im Merseyside-Derby gegen Everton einen wichtigen Sieg einfahren und Chelsea damit den fünften Platz und die sichere Champions-League-Qualifikation weiter entrücken lassen. Rosenior steht vor einer gewaltigen Aufgabe, um das Ruder herumzureißen und die Saison noch halbwegs positiv zu beenden. Die Lage ist ernst, doch der Kampf ist noch nicht verloren.
