Charlotte zieht currys 30 hoch – für steph würde es sofort wieder runter
Die Charlotte Hornets haben in der Nacht zum Donnerstag nicht nur die Orlando Magic geschlagen, sondern auch ein Stück Franchise-Geschichte in die Luft gejagt. Die Nummer 30 von Dell Curry schwebt jetzt unter der Hallendecke – und genau dort will sie sein Sohn Stephen wieder abholen.
Die queen city ehrt ihren ersten sharpshooter
730 Spiele, 9.839 Punkte, 40,5 Prozent vom Dreierpunkt: Dell Currys Zahlen wirken im Vergleich zu den heutigen Superstars bescheiden, doch in den 90ern war der Guard das, was heute sein Sohn verkörpert – ein Sniper, der den Gegner mit zwei Schritten und einem Zug aus dem Spiel nahm. Die Hornets zogen seine 30 deshalb als zweites Trikot in der Clubhistorie zurück. Nur Bobby Phills’ 13 steht ihm seit dem tragischen Tod 2000 vor.
Die Zeremonie war kurz, aber emotional. Curry senior bekam einen Standing Ovation, seine Enkelinnen tanzten auf dem Court, und die Lautsprecher blubberten den alten “He’s heating up”-Call vom Arcade-Klassiker NBA Jam. Dann flatterte das Stoffstück gen Decke – und prompt fiel der erste Streit vom Himmel.

Steph plant den familiendiebstahl
“Ich weiß, was Retired bedeutet”, sagte Stephen Curry nach dem 112:105-Sieg der Warriors gegen die Kings, “aber ich kenne auch meinen Dad.” Tatsächlich hatte der dreimalige Champion schon im Januar bei einem Hornets-Besuch angeklopft. “Er hat gefragt, ob ich die 30 wieder runterlasse. Ich habe sofort gesagt: Für dich kommt sie runter”, bestätigte Dell im TV-Interview von WSOC.
Die Rechnung ist simpel: Stephen trägt seit Highschool dieselbe Nummer wie sein Vater. Sollte der 38-Jährige tatsächlich sein im Sommer 2027 auslaufendes Mega-Deal-Konstrukt bei den Warriors verlassen, würde Charlotte einen Heimkehrer bekommen, der sofort wieder die 30 tragen dürfte – ohne dass die Hornets ihre Zeremonie ad absurdum führen.

62,6 Millionen gründe, die bay area zu lieben
Realistisch ist das Szenario aber frühestens 2026. Curry verdient in der kommenden Saison 62,6 Millionen Dollar, kein NBA-Aktiver hat einen höheren Jahresscheck. Dazu kommt, dass Golden State seit 2009 sein Wohnzimmer ist – längste aktive One-Team-Karriere der Liga. “Ich halte mir alle Optionen offen”, sagte er, “aber mein Fokus liegt auf dem Championship-Gewinn hier.”
Charlotte wartet trotzdem. Die Hornets besitzen über 30 Millionen Dollar Cap Space im Sommer 2025, einen jungen Core um Ball und Miller, und – ganz nebenbei – die freie 30. Die Stadt, die Curry seit seiner Kindheit “Zuhause” nennt, hätte gern ihren Lieblingssohn zurück. Ob er kommt? Keine Frage – nur eine Frage der Zeit und der Dollars. Die Decke ist jedenfalls schon mal runtergeputzt.
