Champions-league-drama in münchen: bayern-frauen verpassen finale knapp!

Ein Herzschlagfinale im Camp Nou! Die Bayern-Frauen hatten das große Ziel vor Augen: Der erste Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte. Doch am Ende mussten sie sich dem FC Barcelona mit 2:4 im Rückspiel geschlagen geben. Die Enttäuschung ist riesig, aber auch der Stolz auf eine kämpferische Leistung.

Die erste halbzeit: ein taktischer kampf

Die Ausgangslage war klar: Die Bayern mussten nach dem 2:4 im Hinspiel unbedingt treffen. Giulia Gwinn und Co. agierten von Beginn an defensiv, versuchten, die spielstarken Katalaninnen im Zentrum zu unterbinden. Eine Taktik, die zunächst zu funktionieren schien, aber gleichzeitig die eigene Angriffskraft stark einschränkte. Barcelona nutzte die Flügel, wo die Bayern-Abwehr kaum Zugriff hatte. Linda Dallmanns Tor zum 1:1 gab Hoffnung, doch die Führung währte nicht lange.

Die schlussphase: dramatik pur

Die schlussphase: dramatik pur

In der zweiten Halbzeit kochte das Spiel hoch. Pernille Harder brachte die Bayern mit einem Treffer in der 71. Minute zurück ins Spiel. Zwei Lattekracher und ein später Treffer von Harder sorgten für zusätzliche Spannung und ließen die Hoffnung auf ein Wunder aufleben. Doch der Jubel währte nur kurz, denn der Treffer wurde aufgrund eines Foulspiels zurückgenommen. Ein bitterer Moment für die Münchnerinnen.

„Es gibt sehr viel, worüber man sich gerade ärgert“, kommentierte Giulia Gwinn kurz nach dem Abpfiff im ZDF. „Weil man das Gefühl hat, man war irgendwie doch dran.“ Die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft betonte aber auch den Stolz auf die gezeigte Leistung. „Es tut gerade sehr weh, aber wir können absolut stolz sein.“

Kritik an der taktik?

Kritik an der taktik?

Nicht nur die Bayern-Fans diskutierten über die taktische Ausrichtung. Auch Linda Dallmann brachte ein gewisses Nachspiel ins Gespräch: „Unser Plan war, die Höhe im Anlaufen immer wieder zu verändern. Das war gegen Ende eigentlich erfolgreich. Vielleicht hätten wir ein bisschen eher so spielen sollen, ich weiß es nicht.“ Die Erkenntnis, dass ein hohes Pressing gegen Barcelona über 90 Minuten kaum möglich gewesen wäre, schmerzte zusätzlich.

Die Niederlage gegen Barcelona bedeutet das Aus in der Champions League, doch die Saison ist für die Bayern-Frauen noch lange nicht entschieden. Am 14. Mai winkt im DFB-Pokal-Finale gegen den VfL Wolfsburg die Chance auf das zweite Double in Folge. „Es geht darum, mitzunehmen, was wir hier geleistet haben. Denn es war eine Leistung, auf die wir stolz sein können“, betonte Giulia Gwinn. Die Bayern müssen nun die Enttäuschung schnell hinter sich lassen und sich auf die anstehende Aufgabe konzentrieren. Der alte und neue deutsche Meister wird zeigen müssen, ob er die Energie aus dem Champions-League-Drama ziehen kann, um auch im Pokalfinale zu bestehen.