Champions-finale: ballon d’or ohne könig – kane und olise im fokus?

Das Champions-League-Finale zwischen PSG und Arsenal war ein Spiel ohne strahlenden Helden, ein eher unspektakuläres Geschehen, das die Frage aufwirft: Wer kann sich nun ernsthaft Hoffnungen auf den Ballon d’Or machen? Die Antwort liegt möglicherweise nicht auf dem Rasen von Budapest, sondern bei Spielern, die den Titel knapp verpassten.

Die enttäuschung im finale und ihre folgen

Seit Jahren ist es ein offenes Geheimnis: Der Gewinn der Champions League ist der schnellste Weg zum Ballon d’Or. Doch das Finale am vergangenen Samstagabend zeigte deutlich, dass ein reiner Titelgewinn allein nicht ausreicht. Beide Mannschaften, PSG und Arsenal, präsentierten keine herausragenden Individualleistungen, keine Gala, die den Wettbewerb nachhaltig geprägt hätte. Es war ein solides, aber eben auch „normales“ Endspiel – und das wirft einen Schatten auf die traditionelle Bewertungsgrundlage.

Die Stimmberechtigten sollten hier eine Neubewertung vornehmen. Denn die Frage, wer nun den begehrten Preis erhält, ist offener denn je. Während die Champions-League-Sieger in der Vergangenheit oft im Vorderfeld standen, zeigen die Leistungen der vergangenen Saison, dass auch Spieler, die nicht bis zum Ende triumphieren konnten, eine ernsthafte Chance haben.

Kane und olise: konstanz als trumpf

Kane und olise: konstanz als trumpf

Hier rücken insbesondere Harry Kane und Michael Olise in den Fokus. Die beiden Bayern-Stars haben eine Saison auf konstant hohem Niveau hingelegt, die über weite Strecken beeindruckte und selbst neutrale Fans begeisterte. Ihre Leistungen waren nicht von einzelnen Glanzmomenten abhängig, sondern zeigten eine beeindruckende Beständigkeit. Die Weltmeisterschaft steht zwar noch bevor, doch nach aktuellem Stand ist es durchaus legitim, die Frage zu stellen: Warum nicht Kane oder Olise?

Die Ehrung, die dieses Jahr in London stattfindet, ist immer ein Zankapfel. Die Journalisten, die über die Vergabe abstimmen, haben nun die Chance, den Blick zu weiten und der Vorwurf der Vetternwirtschaft entgegenzuwirken. Natürlich sollte der Champions-League-Sieg bei der Bewertung berücksichtigt werden, doch er darf nicht das alleinige Kriterium sein. Kane und Olise haben gezeigt, dass auch ohne den Titel eine außergewöhnliche Saison gespielt werden kann. Die Entscheidung liegt nun bei den Stimmberechtigten – und könnte eine Zeitenwende in der Bewertung des Ballon d’Or bedeuten.