Champions league-drama: real madrid verpasst halbfinale nach auftritt des schiedsrichters!

Madrid – Die Luft in der Königlichen Hauptstadt ist zum Schneiden dick. Real Madrid ist aus der Champions League ausgeschieden! Nach einem dramatischen Rückspiel gegen den FC Bayern München, das mit 3:4 endete, lastet die Enttäuschung schwer auf den Spielern und Verantwortlichen. Doch der Fokus liegt nicht nur auf dem Ergebnis, sondern auf der umstrittenen Leistung des Schiedsrichters Slavko Vincic.

Camavingas platzverweis: wendepunkt der partie?

Die Entscheidung fiel in der 86. Minute: Eduardo Camavinga sah die rote Karte. Zuvor war er für ein taktisches Foul an Jamal Musiala verwarnt worden, und das zweite Foul an Harry Kane wurde von vielen als harmlos empfunden. Vincic zögerte zunächst, zeigte dann aber doch die rote Karte – angeblich, weil Camavinga den Ball nach der Aktion nicht herausgeben wollte. Ein regelrechter Eiertanz des Schiedsrichters, der die Situation offenbar falsch einschätzte und erst durch den Protest der Bayern-Spieler auf die erste Gelbe Karte aufmerksam wurde.

Sami Khedira, der die Partie im ZDF kommentierte, brachte die Stimmung vieler Fans auf den Punkt: „Es war auch dumm von Camavinga, aber so wurde extrem ins Spiel eingegriffen.“ Die Entscheidung des Schiedsrichters habe das Spiel „definitiv mit entschieden“.

Doch es gab auch eine andere, wenig beachtete Ungerechtigkeit. Bereits beim zwischenzeitlichen 3:2 durch Kylian Mbappé profitierte Real von einer strittigen Entscheidung Vincics: Ein klares Foul von Antonio Rüdiger an Josip Stanisic blieb ungeahndet. Vincent Kompany, der Trainer der Bayern, kochten die Hosen an. Er erhielt ebenfalls die Gelbe Karte.

Arbeloa: „das geht auf diesem level nicht!“

Arbeloa: „das geht auf diesem level nicht!“

Die Emotionen nach dem Spiel eskalierten. Arda Güler, der in der ersten Halbzeit mit einem Doppelpack glänzte, stürmte den Platz und ging auf den Schiedsrichter los. Auch er sah zunächst Gelb, später dann die rote Karte. Trainer Álvaro Arbeloa ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: „Es war ein tolles Match von beiden Seiten. Wir haben viele Tore erzielt und hatten unsere Möglichkeiten. Aber alles war vorbei mit der Roten Karte.“

Seine Worte waren scharf, aber ehrlich: „Es ist unglaublich, das geht auf diesem Level nicht. Das ist unfair. Wir sind traurig und wütend.“ Trotz der Niederlage zeigte sich Arbeloa sportlich: „Trotzdem Gratulation an Bayern, sie haben ein sehr gutes Team und einen tollen Trainer.“

Thorsten Kinhöfer, Schiedsrichterexperte im „ZDF“, kritisierte ebenfalls die Leistung Vincics: „In so einem Spiel müssen kurz vor Schluss die persönlichen Strafen sitzen. Man hat eindeutig gesehen, dass der Schiedsrichter nicht mehr auf dem Schirm hatte, das er ihm acht Minuten zuvor schon Gelb gegeben hatte.“

In Unterzahl kassierten die Madrilenen in der Schlussphase die entscheidenden Gegentreffer durch Luis Díaz (89.) und Michael Olise (90.+4).

Die Champions League bleibt dem FC Bayern München, während Real Madrid mit einer bitteren Niederlage und vielen offenen Fragen zurückbleibt. Die Frage, die nun in Madrid gestellt wird: Kann man sich von einem Schiedsrichter so entscheidend benachteiligt fühlen, oder sind die eigenen Fehler die Hauptursache für das Ausscheiden?