Champions league analyse: carvalhal sezierte das duell benfica gegen real madrid
- Champions league analyse: carvalhal sezierte das duell benfica gegen real madrid
- Schwierige ausgangslage für beide teams
- Mourinhos masterclass: kompaktheit und direktheit
- Mikropartien und das spinnennetz
- Benfica nutzte die räume aus
- Mourinhos taktik: der außenseiter
- Was muss real madrid ändern?
- Benfica fast perfekt, zweifel an alonso
- Carvalhals prioritäten: zurück auf die trainerbank
Champions league analyse: carvalhal sezierte das duell benfica gegen real madrid
Carlos Carvalhal, ein erfahrener Trainer mit Stationen bei Klubs wie Celta Vigo, Braga und Olympiakos, hat das Hinspiel der Champions League Playoffs zwischenBenfica und Real Madrid (4:2) für MARCA detailliert analysiert. Er beleuchtet taktische Kniffe von José Mourinho und die Schwachstellen der Madrilenen.
Schwierige ausgangslage für beide teams
Carvalhal sieht eine herausfordernde Aufgabe für beide Mannschaften. Real Madrid sei nach der Niederlage in Lissabon gefährlicher, da die Wunden tief sitzen. Gleichzeitig offenbaren die Königlichen Schwächen, die zu Unsicherheit führen. Er glaubt jedoch nicht, dass Benfica seine erfolgreiche Strategie aus dem ersten Spiel ändern wird.

Mourinhos masterclass: kompaktheit und direktheit
Mourinho habe eine „Masterclass“ in Bezug auf die Grundidee der kompakten Linienführung präsentiert – ohne dabei notwendigerweise defensiv zu agieren. Die zweite Linie habe bewusst Druck aufgebaut, um die langsamen Rückwärtsbewegungen einiger Real Madrid-Spieler auszunutzen. Es wurde aggressiv, intensiv und direkt mit dem Ball agiert.

Mikropartien und das spinnennetz
Carvalhal erklärt, dass Mourinho mehrere „Mikropartien“ entwarf, die er für sich entschied. Bei Ballbesitz von Real Madrid in der eigenen Hälfte drängte er auf hohes Pressing, was zu langen Bällen und Ballverlusten führte. Im Anschluss wurde ein dichtes „Spinnennetz“ geknüpft, das den Madrilenen den Raum nahm. Keine Spieler von Real Madrid konnten sich in Eins-gegen-Eins-Situationen entfalten.

Benfica nutzte die räume aus
Real Madrid wurde in eine Falle gelockt, indem die Linien hochgeschoben und Risiken eingegangen wurden. Benfica nutzte die entstehenden Räume, insbesondere über die rechte Seite mit Prestianni, der Carreras nach innen zog, und Dedic, der in die Tiefe startete. Carvalhal betont, dass Dedic im Rückspiel erneut wichtig sein könnte.
Mourinhos taktik: der außenseiter
Carvalhal kennt Mourinho gut und weiß, dass dieser im Gegensatz zu anderen Trainern lieber das erste Spiel zu Hause bestreitet. Er schätzt die Rolle des „Underdogs“. Mit seiner Erfahrung im Bernabéu wird er das für das Rückspiel passende Ergebnis anstreben.
Was muss real madrid ändern?
Um nicht in Schwierigkeiten zu geraten, muss Real Madrid die linke Seite besser absichern, ein größeres Gleichgewicht finden, konzentrierter in Standardsituationen agieren und geduldiger mit dem Ball umgehen. Dies sei jedoch nicht einfach, da der Ballbesitz im gegnerischen Feld zur DNA des Vereins gehört.
Benfica fast perfekt, zweifel an alonso
Benfica habe im Hinspiel fast perfekt agiert und keine Schwächen gezeigt. Real Madrid sei zwar der Favorit, aber Benfica könne bei gleichbleibender Leistung die Eliminierung erzwingen. Carvalhal äußert zudem vorsichtige Zweifel an der Verpflichtung von Xabi Alonso. Er glaubt, dass dessen Ankunft eine Revolution im Kader hätte erfordern sollen, da seine Anforderungen an die Defensivarbeit hoch sind und die Madrilenen darauf nicht vorbereitet waren.
Carvalhals prioritäten: zurück auf die trainerbank
Nach einer Pause nach seiner sechsten Station bei Braga, nimmt Carlos Carvalhal die Rolle des Analysten bei 'Sport TV' ein. Er erklärt, dass er alle vier bis fünf Jahre strategisch eine Pause einlegt, um sich zu reflektieren und als Trainer weiterzuentwickeln. Er habe Angebote aus der ganzen Welt erhalten, aber seine Priorität sei ein Engagement in England, Spanien oder Portugal. Besonders Spanien habe es ihm angetan.
