Ceuta friert ticketpreise ein – der traum von der dauer bleibt

Die AD Ceuta zündet den nächsten Fan-Kracher: Trotz bestandener Rückkehr in die LaLiga Hypermotion bleiben die Dauerkartenpreise für 2026/27 unverändert. Kein Cent mehr, aber jede Emotion drin – das ist die Botschaft des Klubs, der nach 48 Jahren wieder zweitklassig spielt und sich nun festbeißen will.

Die botschaft lautet: „wir kommen nicht zurück, wir bleiben“

Am Montag, dem 22. Juni, startet der Vorverkauf. Online geht’s über die neue Mitgliederplattform, vor Ort wie gehabt an den Kassen des Auditorio del Revellín. Die Stadt atmet auf, denn die letzte Saison war keine Eintagsfliege – sie war die Generalprobe für etwas Dauerhaftes.

Der Verein legt ein emotionales Video nach, das keine Sequenz mit dem letzten Jahrhundert verbindet, sondern die Gegenwart zelebriert: Kinder in Caballa-Trikots, Großmütter mit Schals aus Seide, Schüler, die das Stadion als zweites Wohnzimmer entdecken. Der Unterton ist klar – dieses Projekt trägt die DNA der ganzen Enklave.

Ein preismoratorium als psychologisches signal

Ein preismoratorium als psychologisches signal

Sportlich war die Rettung nie gefährdet: Platz 14 mit Spielraum, sechs Heimsiege nach Winterpause und eine Defensive, die nur drei Klubs weniger Gegentore kassieren ließ. Doch die Direktion weiß: Aufstieg ist kein Selbstläufer, Konsolidierung schon. Deshalb der Verzicht auf Mehreinnahmen – 270 000 Euro liegen auf dem Tisch, die andere Vereine locker kassieren würden.

„Das ist kein Marketing-Gag“, sagt Präsident Mohamed Alí, „es ist eine Schuldverschreibung an die Menschen, die uns in die Höhe getragen haben.“ Seine Stimme knackt im Video, als er an die 1978er-Mannschaft erinnert, die seinerzeit in den dritten Stock abstieg und nie wieder auftauchte.

Alfonso murube soll wieder kochen

Alfonso murube soll wieder kochen

Der 12 000-Platz-Kessel war in der Vorsaison nur zu 78 Prozent gefüllt – trotz Erfolg. Jetzt will Ceuta die Lücken füllen. Wer bis zum 15. Juli verlängert, erhält ein limitiertes Retro-Trikot der ersten Zweitliga-Saison 1977/78, neu interpretiert in Caballa-Blau. Ein Sammlerstück, das die Generationen überbrückt und Instagram-Feeds fluten wird.

Die Logik dahinter: Ein volles Haus verzeiht Fehler, ein leeres kostet Punkte. Trainer Manolo Herrero hat die Zahlen auf dem Schirm – nur zwei Niederlagen gab es vor heimischer Kulisse, wenn mehr als 10 000 Zuschauer dabei waren. Die Rechnung ist simpel: Emotion schlägt Statistik.

Ceuta hat sich entschieden: Der Traum darf nicht enden, nur weil die Realität anklopft. Mit eingefrorenen Preisen und offenen Armen ruft der Klub zur dritten Halbzeit auf. Die Stadt wird antworten – das steht fest. Der Klang des Murube am ersten Spieltag 2026 wird es beweisen.