Celtics auf kurs: sixers ohne embiid kaum zu stoppen?

Boston – Die Boston Celtics haben sich in der ersten Runde der NBA Playoffs gegen die Philadelphia 76ers eine komfortable Ausgangsposition geschaffen. Während die Kelten nahtlos an ihre Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen, kämpfen die Sixers mit zahlreichen Verletzungspech und einem ausgeglichenen Kader. Der Ausfall von Joel Embiid stellt dabei einen enormen Faktor dar.

Ein unerwarteter aufstieg für boston

Vor Saisonbeginn wähnten kaum jemand die Celtics unter den Top-Favoriten. Der Verlust von Jayson Tatum für längere Zeit, sowie Abgänge wie Jrue Holiday, Kristaps Porzingis und Al Horford, ließen viele Experten an der Leistungsfähigkeit des Teams zweifeln. Jaylen Brown musste die Rolle als klare Nummer eins übernehmen, Coach Joe Mazzulla bewies sein Talent bei der Integration neuer Spieler und die Center-Rotation funktionierte überraschend gut. Dass die Celtics überhaupt eine solide Rolle im Kampf um die Playoff-Plätze spielten, ist angesichts der Umstände bereits ein bemerkenswerter Erfolg. Tatum kehrte früher als erwartet zurück und präsentiert sich in Topform, was die Hoffnungen der Fans in Massachusetts weiter beflügelt.

Die sixers im krisenmodus

Die sixers im krisenmodus

Die Saison der Sixers verlief alles andere als nach Plan. Nach einem vielversprechenden Start mit Tyrese Maxey und VJ Edgecombe, trübten sich die Aussichten rasch. Embiid kehrte von seiner Verletzung zurück, konnte jedoch nicht an seine frühere Leistung anknüpfen. Hinzu kam die Sperre von Paul George, die das Team zusätzlich schwächte. Der Blinddarm-Notfall von Embiid kurz vor den Playoffs setzt dem Ganzen die Krone auf. Dass er beim Play-In-Sieg über die Magic zumindest auf der Bank saß, war ein kleiner Lichtblick, jedoch ist seine Einsatzfähigkeit in der Serie gegen die Celtics fraglich.

Die schlüssel zur serie: celtics

Die schlüssel zur serie: celtics' offensive power vs. sixers' abhängigkeit

Die Celtics sind statistisch gesehen das klar bessere Team. Ihre Bilanz, das hohe Offensiv-Rating und das positive Net-Rating sprechen eindeutig für sie. Brown und Tatum bilden ein überragendes Backcourt, das die Sixers vor enorme Probleme stellen wird. Die Celtics sind Meister darin, das Spiel schnell zu gestalten, Mismatches zu suchen und die gegnerischen Schwächen auszunutzen. Ihre Trefferquote von Dreiern ist ligaweit beeindruckend.

Die Sixers hingegen sind ohne Embiid offensiv stark eingeschränkt. Maxey und Edgecombe müssen nun die Verantwortung übernehmen, doch sie stehen vor einer enormen Herausforderung. George muss seine Form des Comebacks bestätigen und Edgecombe beweisen, dass er in den Playoffs bestehen kann. Die Sixers sind auf Drives und Isolationsspiel angewiesen, was ohne Embiid deutlich schlechter funktioniert. Ihre beste Offensivleistung erzielten sie mit dem Kameruner – ohne ihn sind sie ligaweit einer der schwächsten Angreifer.

Die prognose: celtics auf dem weg zum sieg

Die prognose: celtics auf dem weg zum sieg

Sollte die Serie ihren bisherigen Lauf nehmen, wird Boston nicht in Schwierigkeiten geraten. Die Sixers haben zwar in dieser Saison zwei Spiele gegen die Celtics gewonnen, doch die Gesamtstärke und die Konstanz der Celtics sprechen für sich. Der letzte Seriensieg Philadelphias gegen Boston liegt weit zurück – die Kelten dominieren diese Rivalität seit Jahren. Die Rückkehr von Embiid könnte die Serie dramatisch verändern, doch angesichts seines verpassten Saisonverlaufs und der kurzen Zeit nach seiner Operation, erscheint dies unwahrscheinlich.

Die Celtics haben bewiesen, dass sie auch ohne ihren Superstar zu einem der besten Teams der Liga gehören. Für die Sixers gilt es, die ersten beiden Spiele in Boston zu holen, um überhaupt eine Chance zu haben. Ein Wunder muss passieren, wenn die Sixers die Serie drehen wollen. Die Prognose: Celtics in 5 Spielen.