Celebi patzt erneut: schweinfurts hoffnung auf punkte in gefahr?
Einmal mehr sorgte Ekin Celebi im Trikot des 1. FC Schweinfurt für Schlagzeilen – allerdings nicht im Sinne der Fans. Beim mühelosen 0:0 gegen Hansa Rostock sah der Leihspieler bereits in der 84. Minute die rote Karte und droht nun eine weitere Sperre. Die Frage, die sich nun stellt: Kann sich der Verein auf den Ex-Nürnberger verlassen?
Die vorgeschichte: ein holpriger start in schweinfurt
Celebis Engagement beim 1. FC Schweinfurt begann alles andere als reibungslos. Bereits in seinem ersten Einsatz für die Schnüdel, gegen Ingolstadt, musste er nach einer unsportlichen Aktion vom Platz. Ein Foul an einem Gegenspieler gipfelte in einem wütenden Ausbruch und einer Beleidigung des Schiedsrichterassistenten. Das DFB-Sportgericht folgte prompt mit einer drei Spiele Sperre und einer Geldstrafe von 1.000 Euro. Ein bitterer Start für den Linksverteidiger und ein herber Rückschlag für das Team, das zu diesem Zeitpunkt dringend einen Sieg benötigte.

Der sonntagsschuss in rostock: unglück oder unsportlichkeit?
Gegen Rostock schien sich Celebi zunächst gefangen zu haben. Er zeigte einige gute Aktionen, doch dann kam es zu dem entscheidenden Zweikampf mit Florian Carstens. Der Eingriff war zwar deutlich zu spät, der Kontakt aber eher harmlos – weit unten am Fuß. Die meisten Beobachter, einschließlich Celebi selbst, hatten mit einer gelben Karte gerechnet. Doch Schiedsrichter Sebastian Hilsberg entschied sich anders und zeigte die rote Karte. Der Frust war Celebi ins Gesicht geschrieben: Auf dem Weg in die Katakomben trat er wutentbrannt einen Werbebanner um.
Die Entscheidung des Schiedsrichters wirft ein schlechtes Licht auf den Spieler und stellt den Verein vor eine schwierige Situation. Der DFB-Sportgericht wird sich nun wohlwollend mit der Angelegenheit befassen müssen, doch eine erneute Sperre ist wahrscheinlich.

Was bedeutet das für den 1. fc schweinfurt?
Für den bereits abgestiegenen 1. FC Schweinfurt ist der Ausfall von Celebi besonders bitter. Mit nur noch wenigen Spielen bis zum Saisonende verliert der Verein einen wichtigen Spieler, der in den bisherigen 19 Einsätzen durchaus seine Stärken gezeigt hatte. Die Sperre bedeutet, dass Celebi die Spiele gegen Waldhof Mannheim, 1860 München und Havelse verpassen wird. Angesichts der Tabellenlage und dem Fokus auf den Wiederaufstieg in der kommenden Saison ist es fraglich, ob er nach seiner Rückkehr noch eine wichtige Rolle spielen wird.
Obwohl er auf Leihbasis von Essen kommt, dessen Ambitionen deutlich über die des FCS liegen, muss man sich fragen, ob die Investition in einen Spieler, der immer wieder für solche Aktionen sorgt, sich gelohnt hat. Die Verantwortlichen des 1. FC Schweinfurt stehen vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, mit dem Ausfall umzugehen und die Motivation der verbleibenden Spieler aufrechtzuerhalten – ohne dabei den Glauben an eine bessere Zukunft zu verlieren.
