Ceballos: abschied in madrid – ein traurigerer geht nicht?
Madrid steht Kopf: Während Carvajal und Alaba im Bernabéu gefeiert werden, droht Dani Ceballos ein bittere Abrechnung. Der Vertrag läuft zwar noch bis 2027, doch ein vorzeitiges Ende scheint unausweichlich – ein Abschied ohne Bühne, der die Fans schockiert.
Ein konflikt, der eine karriere beendet?
Die Marca titelte gestern Abend mit den Worten: „Der traurigste Abschied“ – und damit trafen sie den Nagel auf den Kopf. Ceballos, einst gefeiert vom Bernabéu, könnte am Samstag gegen Athletic Bilbao ohne angemessene Würdigung den Verein verlassen. Nach seiner Wadenverletzung, die ihn seit Anfang April außer Gefecht gesetzt hat, kehrte er nicht mehr in den Kader zurück. Der Grund: ein eskalierter Konflikt mit Trainer Alvaro Arbeloa, der die Situation angeblich zu einem Pulverfass gemacht hat. Die Gerüchte über einen Zerwürfnis sind hartnäckig, und Arbeloa wich Fragen dazu stets aus, indem er sich auf die Schweigepflicht innerhalb des Vereins berief.
Es ist eine ironische Wendung der Geschichte: Vor drei Jahren forderte das Bernabéu noch, dass Ceballos in Bilbao gehalten wird. Als er in der 60. Minute ausgewechselt wurde, hallte es von den Rängen: „Dani, bleib!“ Dieser Ruf hallt nun wider, denn der Andalusier scheint nun den Verein verlassen zu müssen. Bereits im vergangenen Sommer stand Ceballos vor einem Wechsel zu Olympique Marseille, entschied sich dann aber, zu bleiben – ein Fehler, wie sich herausstellt.
Unter Xabi Alonso spielte er noch eine Rolle, doch unter Arbeloa folgte die Degradierung. Sein Instagram-Post vom Freitagabend, in dem er vom „letzten Training“ sprach, deutet auf einen bevorstehenden Abschied hin. Real pocht auf eine Lösung im Sommer, will den 29-Jährigen nicht ablösefrei ziehen lassen, scheint aber auch zu wissen, dass eine Zwangslage wenig sinnvoll ist.

Rückkehr zu den wurzeln?
Betis Sevilla, Ceballos' Jugendverein, hofft auf seine Rückkehr. Der Verein, bei dem er 2017 zu Real wechselte, könnte ihm eine neue Chance bieten. Ob Ceballos tatsächlich nach Sevilla zurückkehrt, bleibt abzuwarten, aber eines ist klar: Sein Abschied von Real Madrid wird ein trauriger Moment für alle Beteiligten sein.
