Castroviejo springt in die wüste: ex-profi stellt sich titan-herausforderung!
Ein Überraschungsgast in der Skoda Titan Desert Morocco 2026: Jonathan Castroviejo, der bis 2025 als einer der stärksten Zeitfahranalytiker und Helfer im Profi-Radpeleton aktiv war, hat sich für das Extremläufe-Rennen gemeldet. Der baskische Allrounder tauscht nun die glatte Asphaltlandschaft gegen die Sanddünen Marokkos – ein radikaler Wechsel für den erfahrenen Sportler.

Ein neuanfang im wüstensand
Castroviejo, der als Champion de Europa im Einzelzeitfahren und mehrfacher spanischer Meister seine Klasse bewiesen hat, sucht mit der Titan Desert eine völlig neue Herausforderung. „Es ist eine Erfahrung, die ich unbedingt machen wollte“, erklärt er. „Die Selbstständigkeit, die Navigation, die Temperaturen – all das reizt mich.“ Er gesteht offen, dass er als Mountainbiker noch unerfahren ist, aber die Herausforderung nimmt er mit Respekt an. Die Orientierung im Gelände, das unbarmherzige Klima und die mechanische Eigenständigkeit sind für ihn die größten Hürden.
Doch Castroviejos Entscheidung ist mehr als nur eine sportliche Neuerung. Im Profi-Radsport wurden ihm alle Entscheidungen abgenommen, jede Schraube festgezogen. „Hier muss man sich selbst um alles kümmern“, so Castroviejo. „Es ist eine ganz andere Art von Druck, eine persönliche Schlacht.“ Die Fähigkeit, im Notfall selbstständig Reparaturen durchzuführen und sich im Gelände zurechtzufinden, wird dabei entscheidend sein. Die Marathonetappe, bei der er sich für zwei Tage proviantieren muss, bereitet ihm dabei besondere Sorgen.
Das Team KH-7, das mit über 50 Fahrern die größte Delegation bei der Titan Desert stellen wird, profitiert von der Erfahrung und Klasse Castroviejo’s. Allerdings muss das Team ohne Andrey Amador auskommen, der sich von einem Trainingsunfall erholt. Castroviejo wird eine Schlüsselrolle in der Strategie des Teams spielen, auch wenn der Fokus mehr auf dem Teamgedanken als auf dem individuellen Sieg liegt.
Die Zahlen sprechen für sich: Castroviejo bringt nicht nur seine Ausdauer, sondern auch sein taktisches Geschick mit in die Wüste. Er wird zweifellos eine interessante Dynamik in das Rennen bringen und den Wettbewerb zusätzlich anheizen.
Obwohl er sich auf den Komfort des Profi-Radsports verlassen war – „Ich hoffe, ich bin so erschöpft, dass ich wenigstens einschlafen kann“ – ist Castroviejo bereit, sich dem rauen Wüstenalltag zu stellen. Die Skoda Titan Desert Morocco 2026 wird zeigen, ob der ehemalige Radprofi auch im Sand dominiert.
