Cantero: der herzschlag des burgos und sein osasuna-traum

burgos – Ein Name hallt in der Segunda División wider: Ander Cantero. Der Torwart des burgos CF ist mehr als nur ein Schlussmann; er ist der Kapitän, die Seele und das Herz einer Mannschaft, die sich in den Aufstiegskampf katapultiert hat. Doch hinter der Ambition und dem Stolz eines Anführers verbirgt sich ein tiefer, persönlicher Wunsch: die Rückkehr nach Pamplona und das Tragen des Trikots von Osasuna, dem Verein seiner Jugend.

Ein aufstiegskandidat aus dem nichts

Vor fünf Jahren schwebte burgos noch im Niemandsland der zweiten Liga, zwischen Rang 14 und 9. Niemand ahnte, dass der Verein, der sich nun „los hijos del frío“ nennt, zu einer ernstzunehmenden Kraft im Aufstiegskampf werden würde. Cantero ist ein Schlüsselfaktor dieser Wandlung. Seine Leistungen haben burgos zu einem der gefürchtetsten Teams gemacht, und die Chance auf die Playoffs oder gar den direkten Aufstieg in die Primera División ist realer denn je.

„Wenn wir die 50-Punkte-Marke überschritten haben, wussten wir, dass unser Ziel klar ist: um jeden Punkt zu kämpfen“, erklärt Cantero in einem exklusiven Interview mit MARCA. „Wir wissen, dass wir aufgrund unserer Spielweise immer eine Chance haben werden. Es ist schwer, uns zu dominieren, und in den letzten Spielen zeigen wir mit viel Demut und Leidenschaft ein zusätzliches Plus.“

Die kunst der ruhe im sturm

Die kunst der ruhe im sturm

Cantero ist nicht nur ein zuverlässiger Rückhalt, sondern auch ein Meister der Ruhe. Mit einem beeindruckenden Wert von 0,85 Gegentoren pro Spiel gehört er zu den besten Torhütern der Liga. „Wir legen großen Wert auf alle Phasen des Spiels“, betont er. „Wir wissen, dass jeder Gegner gefährlich ist, und wir sind darauf vorbereitet, auch in schwierigen Situationen unser Spiel durchzuziehen. Das ist unsere Stärke: auch wenn wir unter Druck stehen, bleiben wir gefasst und können schnell umschalten.“

Die Segunda División gilt als eine der stärksten der Welt. „Ich würde sagen, ja, es ist die beste Segunda Europas“, bemerkt Cantero. „Die Ergebnisse sind oft überraschend, und jede Mannschaft hat das Potenzial, die anderen das Leben schwer zu machen. Die Form der Spieler entscheidet letztendlich über den Erfolg.“

Ein kulturelles erbe und die nächste generation

Ein kulturelles erbe und die nächste generation

Cantero sieht sich in einer Tradition großartiger spanischer Torhüter. „Es ist etwas Kulturelles“, sagt er. „Von Arconada über Zubizarreta bis Casillas – der Torwart hat in Spanien immer einen besonderen Stellenwert genossen. Das hat mich geprägt und mir gezeigt, wie wichtig dieser Posten ist.“ Er betont die Bedeutung einer guten Ausbildung: „In Spanien gibt es mehr lizenzierte Torwarttrainer als in fast jedem anderen Land. Das trägt dazu bei, dass wir immer gut vorbereitet sind.“

Sein Mentor, Mateo, der ihm im Jahr der Aufstieg in die División de Honor vertrauen schenkte, und Paco López, der ihm im Villarreal B die Bedeutung des Wettbewerbs vermittelten, haben ihn geprägt. „Carlos Mauricio vom Racing Ferrol hat mir damals einen Neustart ermöglicht, als ich ein Jahr lang nicht gespielt hatte“, erinnert er sich.

Mehr als nur fußball

Mehr als nur fußball

„Pamplona ist mein Zuhause“, gesteht Cantero. „Ich werde nie meine Wurzeln vergessen. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich bin.“ Sein Traum ist es, mit Osasuna in der Primera División zu spielen, den Verein, für den er als Kind einst auf dem Rasen stand.

Die Fans von burgos spielen eine entscheidende Rolle in den verbleibenden Spielen. „Ich lade sie ein, sich weiterhin mit uns zu identifizieren, die Spiele im Plantío ausverkauft zu lassen und an uns zu glauben“, appelliert Cantero. „Wir stehen vor einer einmaligen Chance, und wir werden alles dafür geben, um sie wahr werden zu lassen.“

Denn Cantero weiß: Die Chance auf den Aufstieg mag sich nicht wiederholen.