Camp Nou-Chaos! Helikoptertouren über die Baustelle – und das Stadion noch lange nicht fertig!
- Barças traumstadium: ein blick, der schockiert
- Eintracht-sieg im halbfertigen: ein provisorischer auftritt
- „Gol norte“ und der finale sprint: 2026 soll alles fertig sein
- Nachhaltigkeit und vip-luxus: barça will mit dem neuen stadion eindruck schlagen
- Chaos am bau: türkischer baukonzern limak versagt
- Unzufriedene fans und ticket-chaos: laporta hat seine arbeit nicht leicht
Barças traumstadium: ein blick, der schockiert
Wer sich das neue Camp Nou schon mal von oben ansehen will, kann jetzt bei Barça eine Helikoptertour für stolze 199 Euro ergattern. Was die Fans dann sehen, ist allerdings ernüchternd: Eine gigantische Baustelle! Das Stadion ist bei Weitem noch nicht fertiggestellt, obwohl die Arbeiten vor über zwei Jahren begannen und bereits schätzungsweise 900 Millionen Euro verschlungen haben. Ein Jahr Verspätung ist die Folge, aber immerhin: Ein erster Champions-League-Test gegen Frankfurt war möglich.
Eintracht-sieg im halbfertigen: ein provisorischer auftritt
Der 2:1Sieg gegen Eintracht Frankfurt war ein erster, wenn auch provisorischer, Vorgeschmack auf die Zukunft. Der gesamte Oberrang fehlte gänzlich, ebenso das riesige Dach. Nur rund 45.000 Fans durften die Partie verfolgen, wobei auch hier noch Teile der Hintertor-Tribünen gesperrt blieben. Die Zuteilung der Plätze erfolgt neu für jedes Spiel, und auch der Pressebereich ist noch alles andere als luxuriös.
„Gol norte“ und der finale sprint: 2026 soll alles fertig sein
Nächstes Jahr soll die „Gol Norte“-Tribüne mit weiteren 15.000 Sitzplätzen eröffnet werden. Das finale Ziel: 2026 soll das Camp Nou als das größte Stadion Europas mit 105.000 Plätzen – erstmals alle überdacht! – fertiggestellt sein. Doch die Installation der Zugseilkonstruktion für das Dach könnte weitere Verzögerungen und Rückkehrspiele nach Montjuïc nach sich ziehen.
Nachhaltigkeit und vip-luxus: barça will mit dem neuen stadion eindruck schlagen
Das neue Camp Nou soll nicht nur ein Fußballtempel, sondern auch ein Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit sein. Eine 18.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, Erdwärme und Regenwasseraufbereitung sind geplant. Die gesamte Anlage, eingebettet in das Viertel Les Corts, wird zu einer autofreien Zone. Für VIPs locken zwei durchgehende Logenringe, Tickets für die Präsidentenbox (1500 Euro!), die Pitch Club Lounge (850 Euro) und exklusive Suiten mit Stadtblick.
Chaos am bau: türkischer baukonzern limak versagt
Der Traum vom neuen Camp Nou wird von einem Albtraum am Bau getrübt. Der türkische Baukonzern Limak, der zwar der günstigste Anbieter war, sorgte mit Lieferproblemen und Insolvenzen von Subunternehmen für peinliches Chaos. Im Jahr 2024 schloss Limak lediglich die Installation einer Solar-Anlage und eines Bewässerungssystems ab. Projekte in dieser Größenordnung sind für das Unternehmen eher selten. 7850 Tonnen Stahl und 55.000 Kubikmeter Beton wurden bereits bewegt – ein teurer Fehlstart!
Unzufriedene fans und ticket-chaos: laporta hat seine arbeit nicht leicht
Neben dem baulichen Chaos kämpft Präsident Joan Laporta auch mit Unmut unter den Fans. Einige Ultragruppen wurden rausgeworfen, weil sie Abgaben nicht bezahlt haben. Viele Dauerkarteninhaber sind unsicher, wo sie im neuen Stadion sitzen werden und wie teuer die Tickets werden. Auch der Mitgliedsausweis reicht nicht mehr zum Stadion-Zugang. Trotzdem gibt es positive Zeichen: Der traditionsreiche Andachtsraum im Spielertunnel wurde erhalten, und ein heimlicher Besuch von Lionel Messi kündigte bereits eine Statue zu Ehren des Superstars an.
