Cameron young stürmt von ganz hinten zum players-champion und kassiert 4,5 millionen dollar

Cameron Young schlug den Sonntag in Ponte Vedra Beach noch als Vier-Schlag-Verfolger auf, dann drehte er durch: Mit fünf Birdies in der finalen Runde jagte er dem Schweden Ludvig Åberg davon und pflückte die teuerste Trophäe seiner Karriere. 4,5 Millionen Dollar wandern auf sein Konto – mehr Geld als in manchen kompletten Saisonen auf der PGA Tour zusammenkommt.

Der 68er-moves, der alles versetzte

Der 68er-moves, der alles versetzte

Young ging mit einer 68 durchs Ziel, Åberg brach unter Druck ein. Das 21-jährige schwedische Next-Gen-Talent verbrannte sich mit einer 76er-Runde die weiße Weste und rutschte auf den geteilten fünften Platz ab. Dahinter schob sich Matt Fitzpatrick mit einer ruhigen 70 auf Rang zwei und ließ dem US-Boy den Titel nicht mehr aus der Hand. Die Zuschauer am berüchtigten 17. Grün – Inselgrün, Wasser droht von drei Seiten – sahen ein Schauspiel, das dem Kurs alle Ehre macht: Riskant, laut, unberechenbar.

Die deutsche Contingent blieb blass. Matthias Schmid landete als bestes deutsches Mitglied auf dem geteilten 46. Rang, Stephan Jäger folgte auf 62. Für sie war die Players Championship vor allem ein teurer Lehrgang, wie schnell sich das Blatt in Florida wenden kann.

Der österreichische Hoffnungsträger Sepp Straka war noch einmal nah dran an einem Top-3-Ergebnis, bevor die berüchtigte 18 das Feld aussiebte. Doppel-Bogey zum Abschluss, 73 statt 71 – und statt Podestplatz nur geteilter Achter. Trotzdem: 731.000 Dollar Schmerzensgeld lindern die Enttäuschung.

Die Players Championship gilt als das fünfte Major, obwohl sie keines ist. Das Preisgeld und die Punktwertung für die Weltrangliste sprechen Bände: Wer hier gewinnt, darf sich für ein Jahr „King of Sawgrass“ nennen. Cameron Young hat diese Krone nun endgültig erobert – und beweist, dass man in Ponte Vedra Beach nicht führen muss, um am Ende ganz vorne zu stehen.