Calvisano-zitterspiel: azzurrini fegen england vom platz – wm-alarm in georgien
Dreierpack David Luisato, Riccardo Casarin als Matchwinner und ein englischer Traum, der im Lombardei-Schlamm zerbarst: Die italienische U20 hat England im letzten WM-Test mit 24:19 in Grund und Boden gespielt. Drei Siege in Serie, nach Spanien und Wales – der Auftritt in Calvisano klang wie eine Kampfansage an die Gruppe mit Schottland, Japan und Neuseeland.
Luisato zündet den turbo – 0:12 nach 26 minuten
Die Partie war keine Minute alt, da schon das erste Ausrufezeichen: Varotto schlägt eine Bresche in die englische Verteidigung, Luisato nimmt den Steilpass, zieht von der eigenen 22-Meter-Linie los und lässt drei Tackler stehen – 7:0. Die Rose wirkte wie gelähmt, und als Friday und Shields sich kurz vor der Halbzeit verhörten, war Luisato wieder zur Stelle. Falchetto klaute den Ball, Luisato sprintete 60 Meter und schraubte die Führung auf 12:0. England antwortete nur mit einem konsequenten Maul-Try von Staples, doch die Azzurrini dominierten die erste Hälfte wie selten zuvor.

Black-out und comeback – casarin schlägt in der 72. zu
Die zweite Halbzeit begann mit einem Feuerwerk. Braga tanzte durch die Mitte, 17:5 – das Spiel schien gelaufen. Doch England wachte auf: erneut Maul-Try, dann ein Sprint von Pater zum 17:12 und eine italische Panne an der Seitenauslinie, die Lilley zum 17:19 nutzte. Die Calvisano-Kurve verstummte für Sekunden.
Genau dann trat Riccardo Casarin auf den Plan. Der Kapitän nutzte eine englische Strafe, schnappte sich den schnellen Freistoß und jagte sich selbst ins Eck. Fasti verwandelte zum 24:19, und die letzten acht Minuten wurden zur Abwehrschlacht. Falchetto brach im eigenen 22 den Ballbesitz der Gäste und Andretti schoss das Leder ins Aus – Jubel bis nach Brescia.

Georgien, mach dich bereit – italiens u20 reist mit turboantrieb
Andrea Di Giandomenico nickte nur, als die Sirenen ertönten. Seine Mannschaft hatte in drei Tests 102 Punkte gemacht und den emotionalen Sechstagerhythmus gefunden, den man im WM-Juli braucht. Schottland am 27. Juni wird die erste echte Prüfung, aber wer die letzten 70 Minuten in Calvisano sah, ahnt: Diese Azzurrini sind nicht mehr nur Gastgeber der eigene Hoffnung – sie sind ernstzunehmender Gruppenkopfjäger geworden.
