Calleja: „cristiano ist ein fußballer, der von einem zauberstab berührt wurde“
Javier Calleja, der ehemalige Trainer von Al-Riyadh, hat in einem ausführlichen Interview Einblicke in seine Zeit im saudischen Fußball, seine Bewunderung für Cristiano Ronaldo und die aktuelle Fußballszene gegeben. Der Spanier, der kurz vor einem Wechsel zu Sevilla stand, blickt zurück auf eine überraschende Entlassung und gibt seine Einschätzung zu aktuellen Entwicklungen im europäischen Fußball ab.
Die unerwartete trennung im saudischen fußball
Calleja schildert, dass seine Entlassung bei Al-Riyadh nicht auf sportlichen Gründen beruhte. „Wir hatten die Ruhe, eine gute Arbeit zu leisten. Wir standen in der Tabelle auf dem zwölften Platz, als wir entlassen wurden, mit einem Team, dessen Ziel die Klassenerhaltung war.“ Die eigentliche Ursache lag in internen Konflikten zwischen dem damaligen Sportdirektor und dem Vereinspräsidenten, was letztendlich zur Auflösung des gesamten Teams führte, mit dem Calleja an die Mannschaft herangeführt worden war. „Es war eine Erfahrung, die ich sehr positiv in Erinnerung behalte“, betont Calleja. „Das Leben dort war großartig, und es war eine andere Art, Fußball zu erleben und zu fühlen.“

Cristiano ronaldo: mehr als nur ein herausragender spieler
Bei der Frage nach seiner Meinung zu Cristiano Ronaldo zeigt sich Calleja beeindruckt: „Cristiano ist ein Fußballer, der von einem Zauberstab berührt wurde.“ Er hebt dessen unerreichte Wettbewerbsfähigkeit, Professionalität und seinen unstillbaren Ehrgeiz hervor. „Er ist vermutlich die Nummer eins, wenn es um diese Attribute geht. Alles, was man über ihn sagt, bleibt hinter den Tatsachen zurück, denn er ist ein Vorbild dafür, wie man unaufhörlich arbeitet, um Exzellenz zu erreichen.“

Cesc fàbregas: ein vorbild für moderne fußballphilosophie
Calleja verfolgt aufmerksam die Arbeit von Cesc Fàbregas beim Como 1907. „Es war eine sehr schöne Erfahrung, diese Tage in Como zu verbringen. Ich hatte große Lust, aus der Nähe zu sehen, wie das technische Team von Cesc Fàbregas arbeitet, denn seine Arbeit und seine Ergebnisse sprechen für sich.“ Er bewundert die Spielidee Fàbregas' und seine Fähigkeit, sein Team stets auf den Ballbesitz zu fokussieren. „Man merkt, dass er in seiner Karriere von großartigen Trainern gelernt hat.“

Die stärke des spanischen fußballs
Im Hinblick auf die spanische Trainerlandschaft äußert Calleja seine Begeisterung: „Ich glaube, spanische Trainer gehören zu den besten der Welt.“ Er nennt Namen wie Luis Enrique, Mikel Arteta, Pep Guardiola und viele weitere, die er bei einem Treffen in Como kennengelernt hat. „Es ist ein sehr hohes Niveau, das es gibt.“

Ein blick zurück und eine optimistische zukunft
Obwohl Calleja die Zeit ohne Bank durchaus genießt – „eine viel ruhigere, weniger im Rampenlicht stehende Zeit“ – vermisst er den täglichen Rhythmus des Trainings. „Ich vermisse den frühen Morgen, das Training, die Gespräche mit meinem Team und den Austausch mit den Spielern – und natürlich die Atmosphäre eines Sonntagsspieltages.“ Er ist überzeugt, dass seine Wege sich wieder mit dem Fußball kreuzen werden und wünscht dem FC Sevilla für die Zukunft alles Gute.
