Bvb: vertrags-poker um adeyemi – und was mit bensebaini und sabitzer passiert!
Dortmund – Die Transferperiode brodelt, und beim BVB geht es um mehr als nur Neuzugänge. Eine interne Liste, die Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book sorgfältig führen, offenbart die Prioritäten im Kampf um die Verträge der aktuellen Spielerkader. Und die Lage ist komplex.
Karim adeyemi: der teuerste streit
Im Zentrum der Debatte steht Karim Adeyemi. Der junge Angreifer hat zwar Potential, doch die Gehaltsforderungen scheinen den BVB zu übersteigen. Mehrere Millionen Euro liegen zwischen dem, was der Verein bereit ist zu zahlen, und dem, was Adeyemis Berater fordert. Ein vorzeitiger Verkauf im Sommer scheint daher wahrscheinlicher als eine Verlängerung über 2027 hinaus. Der BVB hat der Spielerseite unmissverständlich klargemacht, dass man ihn nicht mit leeren Händen ziehen lassen wird – ein Signal, das die Verhandlungen zusätzlich verkompliziert.

Ramy bensebaini: geduld gefragt
Ein anderer Fall ist Linksverteidiger Ramy Bensebaini. Sein Vertrag läuft ebenfalls 2027 aus, doch die Situation ist anders. Aufgrund seines Alters – er wird im April 32 – wird beim BVB kein exorbitant hoher Ablösesumme erwartet. Stattdessen möchte man seine sportliche Entwicklung weiter beobachten. Gespräche über eine Verlängerung sind erst für Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres geplant. Vier Millionen Euro jährlich verdient der Algerier – eine Summe, die er in den kommenden Monaten beweisen muss.
Marcel sabitzer: der gutverdiener im wandel
Auch Marcel Sabitzer befindet sich in einer ähnlichen Lage wie Bensebaini. Der Österreicher, der von Bayern kam, gehört mit sieben Millionen Euro jährlich zu den Topverdienern des BVB. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung scheint unwahrscheinlich. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass Sabitzer den Verein im Sommer verlassen könnte. Will er in Dortmund bleiben, muss er auf einen Großteil seines Gehalts verzichten und konstant Top-Leistungen abliefern – eine Herkulesaufgabe.
Die hoffnungsträger: ryerson, anton und kobel
Nicht alle Nachrichten sind düster. Julian Ryerson, Waldemar Anton und Gregor Kobel stehen bei den Verantwortlichen hoch im Kurs. Ryerson überzeugte mit 15 Torvorlagen in der vergangenen Saison und wird im Herbst in Vertragsverhandlungen erwartet. Anton, der Abwehrboss, gilt als unverzichtbarer Baustein für die Zukunft und könnte bereits nach der WM einen neuen Vertrag bis 2030 erhalten. Gregor Kobel, der junge Schweizer Torwart, genießt ebenfalls hohes Ansehen – obwohl er grundsätzlich einen Wechsel nach England in Erwägung ziehen könnte. Hier wird abgewartet, ob der Transfermarkt im Sommer aktiv wird.
Serhou guirassy: die große fragezeichen im angriff
Die Personalie Serhou Guirassy wirft die wohl größte Fragezeichen auf. Der Stürmer besitzt eine Ausstiegsklausel von rund 35 Millionen Euro, die ihn für ausgewählte europäische Klubs verfügbar macht. Eine vorzeitige Verlängerung seines Kontrakts ist ausgeschlossen. Bleibt Guirassy, muss der BVB wohl im nächsten Jahr über einen Verkauf nachdenken, um ihn nicht ablösefrei zu verlieren. Die Entscheidung, wie es weitergeht, liegt bei ihm – und wird die Transferperiode prägen.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die Zukunft des BVB. Es ist ein Balanceakt zwischen finanzieller Vernunft und sportlicher Ambition – ein Balanceakt, der die Fans auf Trab hält.
