Burruchaga: "argentinien kann den pokal wieder nach buenos aires bringen"
Jorge Burruchaga schläft wieder mit dem Herzschlag des Turniers. Der Weltmeister von 1986, dessen Stiefel damals in Mexiko den Mythos des Maradona-Teams erst vollendeten, sieht die Albiceleste diesmal nicht als Museumsstück, sondern als aktiven Angreifer auf den Thron. "Jeder schaut auf den Titelverteidiger, doch Argentinien hat nach Katar bewiesen, dass Ernsthaftigkeit, Ordnung und Lust auf Nationaltrikot nicht vom Wetter abhängen", sagte er im Gespräch mit EFE.
Der druck des siebten spiels
Für Burruchaga ist klar: "Ein Turnier spielen ist nicht dasselbe wie ihn verteidigen." Seine Stimme bekomnt Metall, wenn er an 1986 zurückdenkt, an die 120 Minuten gegen Deutschland, an die Ecke, die er verwandelte. Die Lektion: erst unter die letzten Vier kommen, dann darf man vom Finale träumen. Scalonis Truppe hat diese Rechnung verstanden; sie gewann auch ohne Messi, und das nicht im Freundschaftsspiel, sondern im brasilianischen Maracanã.

Zwischen messi und maradona – das falsche duell
Die Debatte, wer größer sei, stellt er mit einem Handwink ab. "Die beiden sind Argentinier und die besten Spieler der vergangenen 40 Jahre. Punkt." Für Burruchaga zählt nur, dass das Team nicht mehr von einer einzelnen Genialität lebt. Lo Celso, Mac Allister, Lautaro – Namen, die einst nur in FM-Datenbanken auchten, sind heute echte Alternativen. Der Weltmeister von 1986 nickt zufrieden: "Das ist keine One-Man-Show mehr."
Am Ende bleibt die nüchterne Bilanz: Argentinien reist nicht als Gast, sondern als Jäger. Und Burruchaga weiß, wie das endet, wenn der Wille des Kollektivs über Einzelköpfe triumphieren darf.
