Bullen feuern ivey: homophobe tiraden beenden karriere?
Schock in Chicago: Die Bulls haben den jungen Guard Jaden Ivey, gerade erst aus Detroit verpflichtet, umgehend entlassen. Auslöser sind explizit homophobe Aussagen und religiöse Hetze in mehreren Instagram-Videos – ein Imageschaden, den der Klub nicht länger hinnehmen wollte. Was als vielversprechendes Kapitel in Iveys Karriere begann, endet abrupt in einem Skandal.
Der livestream, der alles veränderte
Die Entscheidung der Bulls fiel prompt, nachdem ein Livestream Iveys viral ging. Dort äußerte sich der 24-Jährige äußerst kritisch über die NBA und deren Unterstützung der LGBTQ-Community während des „Pride Month“, bezeichnete dies als „unrechtmäßig“. Doch die Kritik beschränkte sich nicht darauf. Ivey attackierte zudem den Katholizismus, nannte ihn eine „falsche Religion“ und stellte die Lehren Jesu in Frage. Ein Auftritt, der die Grenzen des sportlichen Diskurses sprengte und eine sofortige Reaktion nach sich zog.
Trainer Billy Donovan ließ wenig Raum für Interpretationen: „Werte wie Respekt und Professionalität haben bei uns oberste Priorität. Dieses Verhalten ist inakzeptabel.“ Die Konsequenz war unweigerlich: die sofortige Trennung. Ivey zeigte sich nach seiner Entlassung keineswegs einsichtig. Im Gegenteil, er erhob Einspruch: „Das ist eine Lüge! Fragt die Coaches, ob ich ein guter Mitspieler war? Ich habe nur Jesus Christus gepredigt und dafür werde ich entlassen.“ Ein Versuch, die Situation zu relativieren, der jedoch kaum Wirkung zeigte.

Von hoffnungsträger zum problemfall
Der Fall Ivey ist besonders bitter, da der ehemalige Fifth Overall Pick des Drafts 2022 einst als einer der größten Talente der NBA galt. Nach einer schweren Verletzung, einem Beinbruch und einer Knie-Operation, die ihn lange zurückgeworfen hatten, schien er in der vergangenen Saison mit durchschnittlich 17,6 Punkten und 4,0 Assists endlich den Durchbruch geschafft zu haben. Doch sein Wechsel zu den Bulls verlief holprig, und er fand kaum eine feste Rolle im Team. Nun ist es nicht seine sportliche Leistung, sondern sein Verhalten abseits des Spielfelds, das für Schlagzeilen sorgt.
Finanziell wird die Entlassung Ivey kaum treffen, da sein Vertrag ohnehin im Sommer ausläuft. Doch sportlich steht seine Karriere am Scheideweg. Die Frage ist, ob andere Teams bereit sind, das Risiko einzugehen und den jungen Mann unter Vertrag zu nehmen, angesichts des entstandenen Images. Es bleibt abzuwarten, ob Ivey aus diesem Fehler lernen und seinen Weg zurück in die NBA finden kann – oder ob dieser Skandal endgültig seine Karriere beendet.
