Bud spencer: vom schwimmstar zum comedy-titan
Vor zehn Jahren verstarb Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer – ein Name, der Millionen zum Lachen brachte. Doch hinter der Kultfigur des Action-Comedy-Kinos verbarg sich ein außergewöhnlicher Sportler, dessen Erfolge im Wasser kaum weniger beeindruckend sind als seine Leinwandkarriere.
Ein rekordmann im becken
Schon in jungen Jahren bewies Pedersoli sein Talent im Schwimmsport. Als italienischer Meister im Brustschwimmen und über 100 Meter Freistil dominierte er die Szene. Die Zahl sieben sollte dabei eine besondere Bedeutung haben: Er gewann sieben Jahre in Folge die italienische Meisterschaft – eine Leistung, die seinesgleichen sucht. Das Besondere: 1957 war er der erste Italiener, der die 100 Meter Freistil in unter einer Minute schwamm. Ein Rekord, der zuvor von keinem Geringeren als Johnny „Tarzan“ Weissmüller gebrochen wurde – dem Mann, der den legendären Dschungelhelden auf die Leinwand brachte.
Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und 1956 in Melbourne zeugt von seiner internationalen Klasse. Doch nicht nur im Schwimmen glänzte Pedersoli: Auch im Wasserball war er ein Ausnahmetalent und gewann 1954 mit Lazio Rom die italienische Meisterschaft. Er war zudem Nationalspieler und prägte eine Ära im italienischen Wasserball.

Ein freibad trägt seinen namen
Der Ruhm des gebürtigen Neapolitaners, der am 31. Oktober 1929 geboren wurde, reicht weit über das Schwimmbecken hinaus. Ein Beweis dafür ist das Freibad in Schwäbisch Gmünd, das seinen Namen trägt. Nachdem eine Online-Abstimmung für den Namen eines Straßentunnels in einem überraschenden Ergebnis den Namen „Bud Spencer Tunnel“ hervorbringen wollte, entschied man sich für die Ehrung des Sportlers und Schauspielers mit der Namensgebung des Freibads – zu deren Einweihung Spencer 2011 eigens ins Ländle reiste. Eine Geschichte, die zeigt, dass die Begeisterung für Bud Spencer und seine Leistungen ungebrochen ist.
Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere 1957 folgte 1958 seine erste Filmrolle in dem Monumentalfilm „Hannibal“. Mit Mario Girotti an seiner Seite begann eine Karriere, die ihn zu einem der beliebtesten Comedians Europas machte. Der Rest, wie man so schön sagt, ist Filmgeschichte. Eine Karriere, die anfänglich auf sportlichen Leistungen basierte und das Publikum mit seiner schlagfertigen Art und seinen körperlichen Auseinandersetzungen begeisterte.
