Bronze-rache nach peking-frust: tatjana paller knallt zurück

Nur 14 Tage nach ihrer bitteren Vierten bei Olympia stampft Tatjana Pallas die Konkurrenz in den Aserbaidschanischen Wolken platt. Bronze in Shahdag, 9,1 Sekunden hinter der neuen Europameisterin Marianne Fatton – das klingt nach Auftakt, nicht nach Abschluss.

Der nebel war ihr verbündeter

Im Sprint gegen die Uhr verlor sie früh die Sicht, behielt aber die Nerven. Während andere die Skispitze suchen, zog Pallas ihre Linie wie am Schnürchen. Caroline Ulrich, einst Jugend-Olympiasiegerin, blieb hinten – und mit ihr jeder Zweifel, den die 30-Jährige seit Peking mitgeschleppt hatte.

Bei den Männern lieferten sich Nikita Filippow und Thomas Bussard ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das erst im Zielstreifen entschieden war. Der Russe, Silber von Peking, machte den Schritt nach vollendet. Für Finn Hösch blieb nur Platz sechs, 29 Sekunden Rückstand. Den Trostpreis holte er sich wenig später: Silber in der U23-Wertung.

Die u20 liefert das deutsche eigentor

Die u20 liefert das deutsche eigentor

Helena Euringer krönte sich zur neuen Europameisterin der Junioren, Moritz Bauregger schnappte sich Bronze. Deutsche Farben auf dem Podest – nur eben nicht von den A-Kader-Athleten. Das verrät eine Wahrheit, die viele lieber verschweigen: Der Nachwuchs ist längst da, er wartet nur auf den Durchbruch.

Donnerstag geht’s mit der Mixed-Staffel weiter, Freitag der Einzelbewerb, Sonntag das Vertical. Drei Tage, drei Starts, drei Chancen für Pallas, das Podest noch zu erklimmen. Wer jetzt denkt, die Bronze würde reichen, kennt sie nicht.