Breunig baut hamburg neue zukunft – vertrag bis 2028 schon nach vier monaten
Martin Breunig kam im November als Notnagel, unterschreibt jetzt bis 2028 – und wird zum bestbezahlten Spieler der Hamburger Towers. Die Botschaft ist klar: Der 34-jährige Center soll den Abstieg verhindern und gleichzeitig die nächste Saison planen.
15 Spiele, 8,7 Punkte, 5,0 Rebounds – keine bombastischen Zahlen, aber genug, um Sport-Geschäftsführer Marvin Willoughby zu überzeugen. „Er ist ein zentraler Anker in unserem Kampf um den Ligaverbleib“, sagt Willoughby. Die Formulierung ist bewusst gewählt: Anker sinken erst, wenn das Schiff stillsteht.
Die towers zahlen breunig spitzengehalt – trotz abstiegskampf
Laut Hamburger Abendblatt rückt Breunig damit in die Gehaltsliga von Top-Importspielern – ungewöhnlich für einen deutschen Veteranen, der vor wenigen Wochen noch in der ProB überzeugte. Die Towers begründen das mit seiner Führungsrolle neben Kenneth Ogbe. Gemeinsam sollen sie das „Grundgerüst“ bilden, das die jungen Talente stützt.
Die Rechnung ist riskant. Hamburg steht nach dem 83:94 gegen Jena auf Platz 15, nur zwei Punkte vor Heidelberg. Die nächsten Gegger: Bonn, Bayern, Ulm – ein Programm, das selbst Optimisten schaudern lässt. Doch die Vereinsführung setzt auf Kontinuität statt Panik. Der Vertrag gilt laut Clubangaben bereits für die kommende Saison – egal, ob Bundesliga oder ProA.

Breunigs stimme fehlt – seine wirkung ist laut genug
Öffentlich äußert sich Breunig selten. Auf dem Parkett aber organisiert er die Verteidigung, schreit Anweisungen, klatscht jedem Rebound ins Ohr. „Er redet nicht viel, aber wenn er redet, hören alle hin“, sagt ein Teamkollege. Genau das fehlte den Towers in den ersten zwölf Saisonspielen – sieben Niederlagen, kein Leader.
Die Statistik zeigt einen Nebeneffekt: Seit Breunigs Debüt kassiert Hamburg durchschnittlich drei Punkte weniger pro Spiel. Kleine Schritte, aber in der Abstiegszone zählt jeder Punkt doppelt.
Jetzt liegt der Druck auf dem Großen mit der ruhigen Stimme. Wenn die Towers überleben, war der November-Transfer der wichtigste Coup des Jahres. Scheitern sie, steht Breunig 2025 mit 36 Jahren in der ProA – aber immerhin mit einem langen Vertrag in der Tasche. Manchmal lohnt sich das frühe Vertrauen – manchmal ist es nur ein teures Zugeständnis an die Realität.
