Bremer schiedsrichter-assistent nach 31 jahren an der pfeife: abschied vom profifußball!
Thomas Gorniak, ein Name, der in der Fußball-Bundesliga lange Zeit unauffällig, aber dennoch entscheidend im Hintergrund agierte, hat seine Karriere als Schiedsrichter-Assistent beendet. Nach über 400 Einsätzen im deutschen Profifußball hängt der 45-Jährige seine Schuhe an den Nagel – ein Abschied, der in der Schiedsrichter-Szene für Respekt und Dankbarkeit sorgt.
Vom amateur zum bundesliga-helfer: gorniak's außergewöhnlicher weg
Der Weg des gebürtigen Bremers in den Profifußball war alles andere als ein Selbstläufer. Ursprünglich als Jugendlicher beim TuRa Bremen aktiv, führte ihn die Unzufriedenheit über die Leistungen der damaligen Schiedsrichter zu der Entscheidung, selbst die Pfeife zu nehmen. „Immer nur meckern ist einfach, man muss es selbst besser machen“, so Gorniak über seine Motivation.
Mit Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, zunächst noch im Hemd auf dem Platz, stieg er kontinuierlich auf. 1998 folgte der Sprung in die Regionalliga, und nach einigen Jahren der Geduld gelang ihm 2012 der Aufstieg in die Bundesliga. Ein Aufstieg, den er mit Bescheidenheit und Professionalität wahrnahm. Er profitierte von der Entwicklung des Fußballs, von der Einführung der Torlinientechnik bis hin zum VAR – Hilfsmittel, die ihm bei wichtigen Entscheidungen halfen und zu denen er eine klare Meinung hat: „Ich finde die Technik sehr, sehr gut. Ich konnte davon auch schon profitieren.“
Die letzten Spiele: Ein würdiges Ende Sein letztes Bundesliga-Spiel erlebte Gorniak bei Schalkes 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf, wo er als Assistent agierte. Die Partie wurde mit der Bestnote 1,5 bewertet – ein versöhnlicher Abschluss einer langen und erfolgreichen Karriere.

Mehr als nur linien ziehen: gorniak's beitrag zum fußball
Doch Gorniak bleibt dem Sport treu. Nach seiner Zeit als Bundesliga-Assistent wird er Schiedsrichterbeobachter in der 3. Liga und engagiert sich weiterhin als Kampfrichter im Schwimmen. Seine Kinder mögen sich nicht so sehr für Fußball interessieren, aber sein Herz schlägt weiterhin für den Sport. Die vielen Reisen, die Anstrengungen – all das hat ihn geprägt, aber ihm auch Freude bereitet. „Wir haben jede Woche ein Auswärtsspiel. Das ist das, was viele nicht sehen“, so Gorniak.
Thomas Gorniak verlässt die Seitenlinie, hinterlässt aber eine Lücke und ein Vermächtnis: Ein Beweis dafür, dass auch im Hintergrund hart gearbeitet wird, um den deutschen Fußball fair und reibungslos zu gestalten. Sein Abschied markiert nicht das Ende einer Ära, sondern den Beginn eines neuen Kapitels.
